Alle Artikel mit dem Tag ‘ZEITmagazin’

Bildnisse eines Fotografen in der Ferne

7. Dezember 2010

Credits: Jonas Unger’s Blog

Jonas Unger, der zuletzt viel für das ZEITmagazin fotografiert hat, darunter Doris Schröder-Köpf in einer der letzten Ausgaben, führt übrigens auch ein Blog mit Moment-Aufnahmen von seinen Fernreisen, wie zuletzt in Burma oder in Nairobi.

Vom Beobachten und Beschreiben der Gesellschaft: 40 Jahre ZEITmagazin

19. Oktober 2010


Ganz neu auf ACHTUNG Zeitgeist: ein Gespräch mit Christoph Amend über Entwicklung, Formate und Zukunftspläne des Magazins sowie die Zusammenarbeit mit Juergen Teller und ein potentielles ZEITmagazin Blog. Hier ein Auszug.

40 Jahre sind ein gutes Alter. Geboren zu Beginn der Siebziger als sich irgendwie alle in den Haaren lagen, bis die Popper in den achtziger Jahren den universellen Kurzhaarschnitt einführten und sich nicht nur dadurch die Wogen glätteten. In den Neunzigern war man sich sowieso einig, bis sich in den Nullerjahren die Diffusion verbreitete. Zeitzeuge davon war und bleibt das ZEITmagazin mit einer finanziell bedingten Auszeit von acht Jahren. Im Mai 2007 wurde dem Supplement der ZEIT unter der Leitung von Christoph Amend wieder LEBEN eingehaucht. Immer noch vorbildhaft für einen vitalen Journalismus sind etwa Günter Wallraffs sozialkritische Enthüllungsreportagen, die Alttagsinterpretationen von Harald Martenstein, der exklusive Buch-Vorabdruck von Moritz von Uslar über drei Monate in Brandenburg sowie die wöchentliche Stilkolumne von Tillmann Prüfer oder Juergen Tellers einmalige Fotokolumne. (…)

Achtung: Auch die Auswahl der Autoren und Fotografen erfolgt sehr bewusst.

Christoph Amend: Als wir das ZEITmagazin 2007 wiederbelebt haben, haben wir von Anfang an gesagt: wir werden uns jede Woche weiterentwickeln. Und dabei ist es geblieben: wir führen immer wieder neue Formate ein, verändern die Gestaltung, die Fotografie, die Illustration von Geschichten. Wir leben in einer Welt, in der unglaublich viele Entwicklungen parallel passieren, beschleunigt durch das Internet. Allein durch Facebook erhalten wir Einblicke in neue Ideen und Vorstellungen in einer Art und Weise, wie das vor zehn Jahren unvorstellbar schien. Das verändert auch das Magazinmachen.

Achtung: Was liest du selbst für Magazine?

Christoph Amend: Bei der Wiedereinführung des Magazins 2007 haben wir uns das “New York Times Magazine” genau angesehen, das von Adam Moss gemacht wurde, der später zum “New York” Magazine gewechselt ist, das ja auch richtig klasse ist. Ich lese wirklich kreuz und quer, deutsch, international, alles. Das “T-Magazine“ unter Stefano Tonchi fand ich großartig, “Fantastic Man”, “Gentlewoman”, “032c”, “I love you”, die “Achtung” natürlich. Von der französischen “Vogue” bis zum “Economist”, von Klatschblättern bis zum “New Yorker”, ich liebe eben Magazine. Da ist übrigens das ipad ein Segen: Endlich kann man in Deutschland Magazine wie den “New Yorker” schön gestaltet online lesen, und nicht erst eine gute Woche nach Erscheinen, wenn es die Exemplare endlich nach Deutschland geschafft haben.

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Deutsche Modeblogs: Die Klasse von 2010

18. Februar 2010

Pretty Picture wie so viele by Markus Jans.
Hier der Artikel: http://www.zeit.de/2010/08/Mode-Blogger

Normalerweise läuft es so ab: Ich beweihräuchere am Donnerstag das ZEITmagazin und wünsche mir bei jeder neuen, gelungenen Ausgabe ein Teil davon gewesen zu sein. Heute ist es andersherum: Ich bin ein zentraler Teil dessen (unendlich berührt und sehr froh, dass ich die Augen offen habe) – zumindest visuell beim Shooting von 10 deutschen Modeblogs neben Les Mads, fnart, Stil in Berlin, Reigen, Coute que Coute, La Liste, Dandy Diary, Pandafck, Belle on Earth. Allerdings bin ich ein wenig enttäuscht, dass sich dazu nur ein kurzer Fragebogen gesellt (mit weniger spannenden Fragen als die des gehaltvollen Nick Knight-Interviews) und kein differenzierter Abriss über Relevanz, Unterschiede und Entwicklung der deutschen Modeblogs – jenseits des fundierten Artikels von Tilmann Prüfer über die Durchdringung von Mode durch das Internet. Und verbleibe verwundert darüber, dass aus meiner Domain ein .com gemacht wurde, das es so natürlich nicht gibt gab.

ZEIT für Juergen

12. Oktober 2009

zeit leben

Das von mir bereits mehrfach in höchsten Tönen gelobte ZEIT Magazin, bricht mir auch diese Woche wieder das Herz. Dieses Mal vielleicht ein bißchen mehr als sonst. Es widmet nämlich von nun an – welch gelungener Coup – dem guten Juergen eine Seite, direkt neben dem famosen Harald. Eine Doppelseite links voller verbaler Spitzen und rechts von nun an mit den visuellen Reisehighlights des Herrn Teller. Zum Auftakt geht’s nach Paris, wo er Charlotte Rampling das erste Mal fotografierte. Ich bin jetzt schon Trittbrettfahrer und kann die nächsten Trips kaum erwarten.

Zum Lesen am Wochenende

8. August 2009

Tiefgründige, feinfühlig geschriebene und fesselnde Reportage von Jörg Burger im ZEIT Leben Magazin über den letzten Überlebenden des Massenmordes an Muslimen in Srebrenica 1995: http://www.zeit.de/online/2009/33/bg-srebrenica