9. Februar 2010

Wenn das kein Grund zum Feiern ist und das wurde es gestern bei der Eröffnung reichlich: Anlässlich der beiden runden Geburtstage zeigt ab heute das KaDeWe ausgewählte Cover des ZEITmagazins, die sich anhand eines Protagonisten resp. einer Protagonistin mit dem Thema “Film” beschäftigen – so wie Heike Makatsch in “Hilde”, Isabella Rossellini in “Blue Velvet”, Woody Allen in “Whatever works” oder Loriot. (…)
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22. Januar 2010
Nein – das ZEITmagazin hat mich nicht auf seiner Gehaltsliste stehen, leider. Dafür hat es mit Ausgabe 4 aber einmal mehr ein grandioses Fashion Feature hingelegt, so dass ich schon wieder nicht umhin komme, die Heftmacher/-innen um Christoph Amend in den höchsten Tönen zu loben. Jener hat das Bloggerpanel am Mittwoch übrigens ebenfalls menschlich wie inhaltlich sehr bereichert, auch wenn er die Frage von Julia von LesMads nach einem ZEITmagazin Blog mehr oder weniger mit “Nein” beantwortet hat, wo The Moment und das NYT Style Mag eine Topvorlage liefern, vor allem nach dem Relaunch – oder gerade deshalb. Große Nachfrage besteht jedenfalls. (…)
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30. Oktober 2009
Welch passender Titel für die Godess der Modekommentatoren, Suzy Menkes vom hochkarätigen International Herald Tribune – die mit der Tolle. Und wer schreibt sowas Schlaues? Mal wieder das Zeit Magazin, das ich inzwischen doch ziemlich regelmäßig für die hervorragende Themenauswahl auf wenigen Seiten lobe – neben dem T-Magazine, dem US-amerikanischen Über-Pendant. Zurück zu Susy. Die gibt auch eine Menge intelligenter Sachen von sich, wird dafür verehrt und gefürchtet und von mir in einer bald erscheinenden Fashion-Story mit dieser Metapher zitiert werden: „The answer to this back-to-the-future thing seems to be that fashion is an eternal carousel – clothes come back around, but never in the same way.“ Überhaupt weiß die in Paris lebende Engländerin Mode immer wieder in einen kulturhistorischen bzw. gesellschaftlichen Zusammenhang zu setzen. Und das macht ihr so gut keiner nach.
Den vollständigen Artikel gibt es hier.
19. Oktober 2009
Es folgen zwei Auszüge aus Wallraffs aktuellem Artikel aus dem aktuellen Zeit-Magazin über seine einjährige Feldforschung als Farbiger. Diesmal in Begleitung von einem Kamerateam, das seine Erfahrungen bildlich festhielt und diese Woche als “Günter Wallraff: Schwarz auf Weiß. Eine Reise durch Deutschland” in den Kinos erscheinen wird. Ich erwarte mir davon auf jeden Fall eine nüchterne Sozialstudie, aber auch ein wenig bitterböse Borat-Satire, die mit Sicherheit einige Klagen nach sich ziehen wird.
“Als die Bootsfahrt beendet ist und ich mich erhebe, sieht sich mein Nachbar veranlasst, mich wie ein Kind zu behandeln. (…) Immerhin stellt er eine persönliche Frage, und das habe ich als Schwarzer in all den Monaten selten erlebt. Ich antworte, dass ich drei Jahre im Goethe-Institut in Daressalam Deutsch gelernt habe. – Ob ich Arbeit habe? – Nein, antworte ich. Da schlägt er mir vor, ich solle es doch als Kuli versuchen, am besten gleich hier: “Rudern, rudern!”, ruft er und zeigt auf das Boot, das wir gerade verlassen haben.”
“Nach dem Spiel besteigen die Fans von Dynamo Dresden ihre Busse. Ich frage, ob ich mitfahren kann. (…) Ein anderer Fan weist auf die geöffneten Gepäckraumtüren des Busses und meint: “Da unten, da bei den Kästen, ist noch Platz, leg dich rein.” Ich spüre, wie sich was zusammenbraut, einige heben die Hand zum Hitlergruß, und ich gehe zum Einsatzleiter der Polizei, der lässig an seinem Wagen lehnt. “Die sind alle hart drauf”, sage ich zu ihm, “die sind alle unheimlich, Faschos.” Seine Antwort: “Ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen.”"