Alle Artikel mit dem Tag ‘VOGUE’

Und ewig lockt das Zimmermädchen.

5. Juli 2011


Beim Durchblättern der aktuellen Juli-VOGUE stellt sich die Frage: Zufall oder Absicht, dass die deutsche VOGUE ein “Zimmermädchen”-Editorial (“Looks voller erotischer Eleganz”) zeigt, nachdem der Ex-IWF Chef Dominique Strauss-Kahn in den letzten Wochen mit Vergewaltigungsvorwürfen seitens eines New Yorker Zimmermädchens konfrontiert wurde? Und deren Zunft so die öffentliche Meinung genauso besetzte wie den Platz vor dem New Yorker Gerichtsgebäude. (Bis DSK am Wochenende vom Vorwurf freigesprochen wurde. Zumindest von diesem.)


Stilvorlage: Sittsam auf dem Land!

10. Februar 2011




Credits: Fashion gone rogue, outnow.ch, kabeleins.de, eyefetch.com

Man gibt sich also prüde bei der VOGUE: Ein zweigesichtiges Editorial der deutschen VOGUE im Februar 2011, fotografiert von Alexi Lubomirski, das mir optisch ausgesprochen gut gefällt, und durch Szenerie und Styling inhaltlich an “Das weiße Band” und die Amischen in Pennsylvania erinnert.   weiterlesen

Stilvorlage: Kids Couture

14. Januar 2011

Credits: Gawker
Credits: In Between, Guy Bourdin
Credits: Tina Winkhaus

Es ist nicht gaz neu, dass Carine Roitfeld sich mit einem Editorial namens “Cadeaux” von der französischen VOGUE verabschiedet hat, mit dem sie ein letztes Mal (?) ihren Status als Agent Provocateuse der Modewelt manifestiert: Markantes Make-up an Mädchen im Primärschulalter. Dazu erwachsenes Posing, lasziv, empfänglich, ganz Lolita. Das mochten die Wenigsten. Dabei ist das Sujet per se längst im Seniorenalter: im Alltag – denn welches Mädchen hat nicht die Kleider der Älteren angezogen, hat sich einmal mit dem Lippenstift quer über den Mund gefahren, um dann vor dem Spiegel kindisch zu posieren. Aber auch in der öffentlichen Inszenierung – fotografierte schon in den späten Siebzigern Guy Bourdin (ebenfalls für die französische VOGUE) verführerisch getrimmte Mädchen, damals noch halbnackt. Und erst kürzlich stellte das Tape in Berlin derartige Werke von Tina Winkhaus aus. Wie wäre es nun mal wieder mit etwas Neuem? Etwas, das nicht so knapp an der Grenze des schlechten Geschmacks vorbeischlittert, wie selbst die Konkurrenz, Franca Sozzani, Chefin der Italo-VOGUE festhält: “How about little girls? Wearing heavy make up, sexy clothes, posing in poses that are outrageous for their age. The movie Pretty Baby with Brooke Shields talks about a baby prostitute, but without being vulgar, the images were actually romantic for the harsh reality portrayed in them.”  weiterlesen

En VOGUE: Das Öldesaster

6. August 2010


Credits: Refinery29

Die italienische VOGUE bat den Hoffotografen Steven Meisel und das in diesen Monaten viel gesehene Altmodel Kristen McMenamy zu einer modischen Interpretation der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. In diesem Sinne räkelt sich das Model, gekleidet in viel Federzeug und glatt schimmerndem Leder sowie Gesicht und Haare ölverschmiert, auf schwarzem Stein und in verschmutztem Wasser zur Nachempfindung des Umweltunglücks. Wenn Mode Kunst ist und Kunst die Aufgabe hat, sich mit zeitgenössischen Ereignissen auseinander zu setzen, kann man dann in diesem Fall von einer gelungenen Fotostrecke sprechen? Ich überlege noch. Zum Kaufen regt der Klamotten regt sie dieses Mal gewiss nicht an.   weiterlesen

Die VOGUE bloggt jetzt also auch

8. Juli 2010

Die deutsche VOGUE bloggt jetzt also auch – unter vogue.de/blog/, als EN VOGUE Stilblog, von und mit Lea Gross: “Sie berichtet live aus dem VOGUE-Kosmos von glamourösen Highlights, extravaganten Entdeckungen und den schillerndsten Facetten der Modewelt.” Der letzte Eintrag: “VOGUE in Champagnerlaune”. Man sieht und erfährt: Becker, Arp, Schuller und Co. tranken Champagner im Borchardt und, letzter Satz, “Die Sache mit dem Fußball war übrigens schnell vergessen.” – that’s it! Weiter geht’s mit der Lala Berlin Show und fünf Zeilen Bildunterschrift, die aus der Pressemitteilung stammen könnten. Das war’s. Okay, nächster Versuch: “Ricardo Tisci über seine Haute-Couture-Kollektion” zeigt Zitate des Designers plus zwei Fotos von Willy Vanderperre. Das kann’s doch wohl nicht gewesen sein. Oder doch?   weiterlesen