

Letzte Woche war nicht nur Fashion Week in Berlin, es fand auch eine der größten Demonstrationen GEGEN Gentechnik, Dioxin und Antibiotika im Futtermittel sowie Massentierhaltung und FÜR mehr Bauernhöfe im Zuge einer Neuausrichtung der Agrarindustrie statt. Konkret wurde gefordert: “Die Agrarzahlungen müssten an ökologische, soziale und Tierschutzkriterien gekoppelt und für Großbetriebe gedeckelt werden.” Unter dem Kampagnenmotto “Wir haben es satt!” zogen so 23.000 Menschen aus 90 Organisationen und Verbänden wie dem Deutschen Tierschutzbund, dem Vegetarierbund (bei denen ich selbst Mitglied bin), dem BDM, Bioland, Campact oder Slow Food vom Berliner Hauptbahnhof vor das Bundeskanzleramt. Darunter: meine Wenigkeit sowie Freundin Steffi, die sich seit einem gemeinsamen Kapstadt-Urlaub vor knapp einem Jahr auch fleischlos ernährt und gerade aus Modegründen in der Stadt weilte. Kalt war es, sehr kalt sogar, sodass wir an manchen Momenten die stickige Luft im Modezelt in 300 Metern Luftlinie vermissten. Irgendwann dann auch Eisregen. Machte den meisten aber nichts: Die Menschenmasse reichte so mehr als einmal vom Bahnhof bis zum Bundeskanzleramt. Dort verharrte sie mehrere Stunden bei wärmender Suppe (aus offiziell nicht mehr haltbaren Lebensmitteln, versteht sich) und Gewürzmilch (aus Soja, versteht sich) vor der kleinen Bühne, auf der sich u.a. der Präsident des deutschen Tierschutzbundes, Moritz Schäfer, Fernsehköchin Sarah Wiener oder Mariann Bassey von “Friends of the Earth” zum Thema äußerten.
Zum Weiterlesen bitte ich, einen Blick auf die Kampagnensite zu werfen. Eine Beschäftigung mit dem, was auf den Teller gelangt, wäre natürlich auch fein. Und das nächste Mal geht’s auch wieder um Mode – versprochen! Schließlich schlugen wir nach mehreren Stunden im Regierungsviertel auch irgendwann wieder im Zelt auf, zu der Show von Issever Bahri.