Alle Artikel mit dem Tag ‘Umwelt’

En VOGUE: Das Öldesaster

6. August 2010


Credits: Refinery29

Die italienische VOGUE bat den Hoffotografen Steven Meisel und das in diesen Monaten viel gesehene Altmodel Kristen McMenamy zu einer modischen Interpretation der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko. In diesem Sinne räkelt sich das Model, gekleidet in viel Federzeug und glatt schimmerndem Leder sowie Gesicht und Haare ölverschmiert, auf schwarzem Stein und in verschmutztem Wasser zur Nachempfindung des Umweltunglücks. Wenn Mode Kunst ist und Kunst die Aufgabe hat, sich mit zeitgenössischen Ereignissen auseinander zu setzen, kann man dann in diesem Fall von einer gelungenen Fotostrecke sprechen? Ich überlege noch. Zum Kaufen regt der Klamotten regt sie dieses Mal gewiss nicht an.   weiterlesen

Filmtipp: 20.15 Uhr “Unsere Erde”

26. März 2010

Heute auf Pro7. Ich leg mir dann schon mal die Taschentücher zurecht.

Fail-hagen?

17. Dezember 2009

Nur noch die Staats- und Regierungschefs können das drohende Scheitern des Weltklimagipfels verhindern. Die bisherigen Verhandlungen der dänischen Konferenzleitung und unter den Delegierten aus 192 Ländern brachten so gut wie keine Fortschritte. Mehr als 100 Punkte gelten noch als strittig. Die Dänen gaben am Donnerstag den Versuch auf, eine neue Verhandlungsgrundlage für die Staat- und Regierungschefs zu erarbeiten. (…) Als wahrscheinlich gilt, dass die etwa 120 erwarteten Staats- und Regierungschefs nur noch über eine Schlusserklärung verhandeln, die keinerlei verbindliche Ziele für eine Reduzierung des Treibhausgasausstoßes enthält. www.zeit.de

Ungewiss, ob (Online-)Petitionen in diesem Moment noch die Verhandlungen beeinflussen können. Ein Kanal, Missgunst mit der mangelnden Entschlussfreudigkeit der Delegierten auszudrücken, sind sie allemal. Wenn nicht heute, dann hoffentlich für morgen. Vor allem, wenn 13 Millionen andere das bereits getan haben.

Zum Unterschreiben bitte hier entlang: http://www.avaaz.org/de/save_copenhagen_germany/98.php?CLICK_TF_TRACK

Milk

3. März 2009

milk2Eine der letzten Neuheiten der Nahrungsindustrie ist die “Frisch-Milch – extra lange frisch”. Hinter dieser Dopplung des Attributes “frisch” steckt allerdings ganz und gar das Gegenteil: bei 127 Grad abgekochte Milch, die den Kenner an den abgekochten Geschmack von H-Milch erinnert. Im Vergleich: Echte Frischmilch wird bei 72 Grad abgekocht, H-Milch bei ungefähr der doppelten Temperatur, 135 bis 140 Grad. Welcher also liegt die die sogenannte ESL-Milch, „extended shelf life“-Milch, näher? Eindeutig der letzteren. Manch einen mag das nicht stören, trinkt er sowieso nur H-Milch oder nicht mehr als einen Schluck in den Kaffee für den pelzigen Geschmack auf der Zunge danach. Fakt ist aber: Es liegt ein klarer Fall von Betrug vor. Denn wo Frischmilch draufsteht, sollte auch nichts als frische Milch drin sein. Ganz egal, ob die nur 5 Tage haltbar ist. So ist das eben. Und wer einen Liter Milch auf die 21 verzehrbaren Tage verteilt trinkt, das sind rein rechnerisch 48 ml täglich, der kann sie sich – seien wir mal ehrlich – doch gleich sparen. Sparen müssen aber auch jene, die sich einen Einkauf nur bei Aldi, Lidl und Co. leisten können, was aber nicht heißt, dass sie ansonsten Einbußen in Sachen Ernährung hinnehmen wollen. Müssen sie aber, denn die Discounter haben nur noch ESL-Milch in ihren Regalen – ob der Verbraucher das so will oder nicht. Bleibt zu hoffen, dass er das nicht will, das Nachfrageverhalten ändert, auch wenn das 20 Cent mehr kosten sollte, und der Anbieter reagieren muss. Damit der volle Vitamingehalt der Milch gesichert ist. Und das sollte als einziges Kriterium bei einem funktionellen Nahrungsmittel im Vordergrund stehen. Wer wie ich sichergehen will, greift zu Frischmilch aus dem Bioladen. Die kostet zwar 90 Cent, ist aber jeden Tropfen wert – für einen selbst, den Bauer, den Molker und die Kuh.