
Schon früher habe ich es mir einfach gemacht, was die Kleidungsfrage vor der Schule anging und dadurch wertvolle Minuten gespart, so dass Aufstehen um 7.30 Uhr völlig ausreichte – inkl. Zubereitung von Milchkaffee und Abschreiben der Algebra-Aufgaben: ich habe mich von Kopf bis Fuß in derselben Farbe angezogen – Jacke wie Hose, T-Shirt wie Schuh. Noch heute scheint sich diese monochrome Bequemlichkeit in meinen Alltag einzuschleichen, wenn ich das Schuhwerk passend zum Nagellack wähle. Das finde ich schlicht.
Rotschühchen
31. August 2009wel-come back, Jourdan Shoes
29. Juli 2009
Die Damenschuhe von Charles Jourdan sind bekannt aus feinen Vintageläden und den in den Sechzigern wie auch heute noch unwahrscheinlich progressiven Anzeigen von Guy Bourdin. Ich meine – mal ganz ehrlich – gibt es inzwischen vergleichbare Printwerbung bei den großen Labeln? Soweit ich mich durch die Modemagazine mit den Versalien geblättert habe, nicht. Aber zurück zu den Schuhen. Die gab es ja nun ein paar Jahre lang nicht, weil das Label schlichtweg pleite war. Heute – im Jahr Zwei der globalen Wirtschaftskrise – will Jourdan jedoch zeigen, dass Traditionsmarken mit einem durchweg guten Ruf sich immer noch verkaufen lassen. Natürlich nicht ohne das Fußkleid etwas aufzupimpen, bevor es im Herbst auf der Fashionweek in Paris präsentiert wird. Als Designer hat man sich hierfür Alexandra Neel ausgesucht, die schon bei Balenciaga für die hohen Hacken verantwortlich war. Ich bin wahnsinnig aufgeregt – wegen der Schuhe, die ich mir sowieso nicht leisten werden kann, und der Anzeigen.
Info Credits: BlackBook