Informationen zu den 50 bekanntesten Modedesignern kompakt aufbereitet, aber ansprechend beschrieben, und dazu die relevantesten Print-Anzeigen und Runway-Bilder – das liefert der Prestel Verlag mit “50 Fashion Designer, die man kennen sollte” von Simone Werle (20€). Ein treffsicheres Nachschlagewerk über das Who is Who der großen Labels, das eine 100-jährige Modegeschichte in ihren gesellschaftshistorischen Kontext einbettet und dabei auf Details achtet.
Ein Buch für Modegeneralisten und all solche, die es werden wollen. Der Kontext offenbart jedoch neue Informationen,
z.B. dass Balenciaga niemals Anzeigen schaltete und trotzdem seinen Ruf als teuerster Modemacher aufrecht erhielt. Dass Courrèges aus Angst vor weiteren Plagiaten sein Modehaus ganze zwei Jahre schloss. Oder dass Lacroix über sich selbst sagte “Ich bin ein Recycling-Virtuose auf einem Parforceritt durch die Mode der letzten drei Jahrhunderte.” Natürlich gibt es Spezialliteratur und selbstredend benachteiligt die Limitation auf 50 Personen respektive Marken weitere wichtige Modemacher, aber dafür gibt es ja immer noch die Qualitätsmagazine und die Eigenrecherche. weiterlesen
50 Fashion Designer. 100 Jahre Mode.
3. Mai 2010Über die Inflation von Ballerinas
25. April 2010Ich habe heute mal wieder Ballerinas getragen. Schließlich zeigte das Thermometer stolze 20 Grad an, weswegen weder Cowboyboots noch Flip Flop als geeignete Fußbekleidung in Frage kamen – eher irgendwas dazwischen. Und für Pumps war ich an einem Casual Sunday auf dem Fahrrad wahrlich nicht bereit. Doch anstatt das ungewohnte Lüftchen auf den Füßen wohlig aufzunehmen, machte sich ein Gefühl von Unwohlsein in mir breit, fußhochwärts.
Ich habe die letzten Sommer viel zu lange dieses Schuhwerk genossen. Und nun bin ich dem Ganzen überdrüssig. So wie ich irgendwann keine Smacks mehr sehen konnte, nachdem ich mich ein Jahr davon dauerernährt habe.
Vor fünf Jahren, es war Karneval, habe ich mir zum ersten Mal Ballerinas gekauft. Aus Lack und mit Schleifchen. Typisch Maus eben. Das war mein Kostüm. Danach kamen die Mattschwarzen ohne Schleifchen. Und die letzten zwei Jahre waren es Mattschwarze mit Nieten. Ziemlich coole Entwicklung. Doch die hat nun ein Ende.
Nicht nur, dass Ballerinas inzwischen alle Frauenfüße weltweit beherbergen, und das meist zum Ärger der Männer. Nein, die Schläppchen machen einfach auch einen schlechten Gang – so ohne Fußbett und ohne Sohle (Es grüßt der Kieselstein). Viel schlimmer: Die Frauenwelt watschelt durch die schönsten Straßen der Stadt.
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Der Wahnsinn: Mode-Anzeigen der 70er
30. März 2010

Credits: einestages
einestages gehört für mich als ewige Nostalgikerin und Ex-Geschichtsstudentin zur täglichen Online-Lektüre. Als Werbetreibende, die ich nun mal auch bin, freue ich mich immer über alte Anzeigen, vornehmlich zu Mode und Pflege, und deshalb erheitert mich die Strecke zur “Modereklame der Siebziger” (entnommen des Taschen-Titels “20th Century Fashion” – ein schönes Buch) ganz besonders. Denn damals durfte Mode noch so richtig schön auf die Schippe genommen werden – von albern bis frivol. weiterlesen
Stilvorlage: Blow Up 1966
5. März 2010
Credits: www.lacasapark.com/la/category/film/
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Die neuen Fashion Revivals
28. Februar 2010“In der Mode wenig Neues?” – warum, wie und vor allem wann das kommt, wurde von mir bereits hier eruiert. Julia Werner hat sich nun für die SZ dem Trend der Autozitation gewidmet und ich hätte gerne mehr davon gelesen:
Mode hat streng genommen nur eine Daseinsberechtigung: ihre Neuheit. Modeschöpfer werden deshalb vor allem dann kritisiert, wenn sie immer wieder die längst vergangenen Epochen durchkauen. Von Diors New Look bis zu den Schulterpolstern der 80er Jahre – ewig die gleichen Stilzitate. Doch mit subtilen Verweisen ist es jetzt erst einmal vorbei. Ein Trend des neuen Jahrhunderts ist es, Bestseller völlig ungeniert aus den Mottenkisten zu ziehen und so gut wie unverändert neu aufzulegen. Moschino schickte das berühmte Herzkleid und die legendäre Kettenjacke wieder auf den Laufsteg, Gucci haucht der legendären Bamboo-Bag neues Leben ein, indem sie dem Namen einfach ein “New” vorschiebt. – (J. Werner: Selbstzitate in der Mode, vom 27.01.10)