Credits: Style.com Credits: V. Westwood “Anglomenia” (1993) und Alexander McQueen & S.J. Parker: vam.ac.uk, chungkitblog.files.wordpress.com Credits: amazon.de Credits: gemmadouthwaite.wordpress.com
Sonia Rykiel schickte für Herbst/Winter 2011 Models in Karohosen in der bekannten “Tartan”-Optik über den Pariser Laufsteg. Ein Look, der in den frühen neunziger Jahren hierzulande bis in die Peripherie hinein verbreitet war und meistens ziemlich dämlich aussah zum klobigen Schuhwerk und einem T-Shirt mit Comic-Druck. Vorreiter dafür war Vivienne Westwood, wie der Highlands-Import ebenfalls von der Insel, nur südlicher, mit ihrer “Anglomania-Kollektion” von 1993/94. Ihr Landsmann Alexander McQueen zeigte sich Jahre später im Partner-Tartan-Look mit Sarah Jessika Parker. Und Sean Connery sieht mit dem Schottenrock sowieso adrett aus.
Ob es allerdings auch für diesen Look eine Rennaissance jenseits von Stola, Sofastoff, Salons und Pferdekoppeln geben muss? Auf dem urbanen Festland? Ich bezweifle es!
Zum zweiten Mal findet diese Woche “Ausstellung “Menschen des 21. Jahrhunderts” des Styleclickers Gunnar Hämmerle und einem Bloggersalon diesen Donnerstag mit Alfons Kaiser (FAZ, Achtung) und Yorka Schmidt-Junker, Redakteurin des Medienpartners QVEST.
Zumal Düsseldorf nicht nur eine lange Mode-Historie sein Eigen nennt, sondern auch die Werbeindustrie, geben uns die Voices of Fashion (über das Logo und die Website bin ich immer noch nicht hinweg. Die Macher leider auch nicht.) noch einen kleinen Imagefilm mit auf den Weg, der Anstoss liefern soll, “jetzt Glamour und Kreativität aus der ganzen Welt zurückholen in die Stadt.” Doch der Introsatz klingt bereits etwas antiquiert: “Teure Kleider und hübsche Damen gehören nach Düsseldorf wie die Butter aufs Brot.” weiterlesen
Dali hat sich mit Schiaparelli kreativ ausgelebt, Yves Saint Laurent hat mit dem Duktus von Mondrian, Picasso und Co. experimentiert und Sonia Delaunay entwarf Kleider entsprechend ihrer Farbphilosophie. Das war die alte Garde. DYSFASHIONAL zeigt die Neue: Nach Luxemburg, Lausanne und Paris kommt die Ausstellung diesen Freitag auch nach Berlin und zeigt im Haus der Kulturen Schnittstellen von Mode und Kunst. Gezeigt werden die Designer: Raf Simons, Antonio Marras, Maison Martin Margiela, Hussein Chalayan, Damien Blottière & Pierre Hardy, Justin Morin & Billie Mertens, Bernhard Willhelm & Christophe Hamaide-Pierson, Kostas Murkudis, Gaspard Yurkievich & Florence Doléac, Hiroaki Ohya, Jerszy Seymour, Michael Sontag, Sissel Tolaas, Bless, Item Idem und Marc Turlan. Eröffnung ist am Donnerstag um 18 Uhr. Danach ist die Installlation bis zum 17. Juli zu sehen.
Ich habe heute mal wieder Ballerinas getragen. Schließlich zeigte das Thermometer stolze 20 Grad an, weswegen weder Cowboyboots noch Flip Flop als geeignete Fußbekleidung in Frage kamen – eher irgendwas dazwischen. Und für Pumps war ich an einem Casual Sunday auf dem Fahrrad wahrlich nicht bereit. Doch anstatt das ungewohnte Lüftchen auf den Füßen wohlig aufzunehmen, machte sich ein Gefühl von Unwohlsein in mir breit, fußhochwärts.
Ich habe die letzten Sommer viel zu lange dieses Schuhwerk genossen. Und nun bin ich dem Ganzen überdrüssig. So wie ich irgendwann keine Smacks mehr sehen konnte, nachdem ich mich ein Jahr davon dauerernährt habe.
Vor fünf Jahren, es war Karneval, habe ich mir zum ersten Mal Ballerinas gekauft. Aus Lack und mit Schleifchen. Typisch Maus eben. Das war mein Kostüm. Danach kamen die Mattschwarzen ohne Schleifchen. Und die letzten zwei Jahre waren es Mattschwarze mit Nieten. Ziemlich coole Entwicklung. Doch die hat nun ein Ende.
Nicht nur, dass Ballerinas inzwischen alle Frauenfüße weltweit beherbergen, und das meist zum Ärger der Männer. Nein, die Schläppchen machen einfach auch einen schlechten Gang – so ohne Fußbett und ohne Sohle (Es grüßt der Kieselstein). Viel schlimmer: Die Frauenwelt watschelt durch die schönsten Straßen der Stadt. weiterlesen