Karl Lagerfeld berichtet in einem Interview mit Alfons Kaiser für die FAZ nicht nur, warum Denim plötzlich Couture-tauglich ist (“Die Kundinnen, die unsere teuren handbestickten Jacken kaufen, tragen die oft mit Jeans. Heute gehört das dazu.”) und weshalb die Mädchen bei ihm bequem über den Laufsteg schlendern durften (“Ja, ich hatte es satt, die Mädchen wie Eiffeltürme auf diesen Chopines von 15 bis 20 Zentimetern zu sehen. Die konnten ja nicht mehr anständig laufen. Das sah ja aus, als ob sie körperlich behindert wären.”).
Der Modeschöpfer nahm auch zum Vegetariertum Stellung. Nach eigenem Gutdünken: “Ich esse kein Fleisch, weil ich das nicht mag, aber nicht, weil es politisch korrekt ist.” Habe ich auch mal vertreten, diese Position. Weil sie weniger Debatten nach sich zog, als die moralische Warte. Und nicht etwa, weil ich nicht gerne Cheeseburger gegessen hätte; nach der Schule oder dem Kneipengang um 4 Uhr morgens. Noch heute mische ich mir an fiesen Tagen Scheiblettenkäse mit gehackter Zwiebel, sauren Gurken, Senf und Ketchup zwischen zwei Scheiben labrigem Toastbrot an. Oder esse bei Ikea den Hot Dog ohne das Würstchen. Nunmehr, im gehobenen Alter, spreche ich jedoch in freien Stücken über meine Wertvorstellungen. Ist ja inzwischen auch jeder aufgeklärt (oder behauptet das zumindest gerne von sich). Würde mich nur mal interessieren, ob Herr Lagerfeld Süßgkeiten auch plötzlich nicht mehr mochte, als es um das Erreichen und Halten des Niedriggewichtes ging. Oder ob sich hier vielmehr eine Frage der Disziplin als eine der Geschmacksfrage stellt…
Vegetarismus nach Art von Lagerfeld
3. Februar 2011Stilvorlage: L’Année 2011 à Chanel
27. Januar 2011
Credits: worseforwear.com, movingimagesource.us
Credits: Style.com
Die tschechischen Wurzeln in jenem Ort mögen genügen, dass ich mich für Alain Resnais “L’Année dernière à Marienbad” von 1961 (ein zauberhaftes Städtchen nicht weit hinter der tschechisch-deutschen Grenze) interessiere. Aber nicht nur. Dieser meisterhafte Film mit surrealer Szenerie über eine Frau ohne Namen (Delphine Seyrig), die ihren Ex-Geliebten nicht wieder erkennen will – “Ich bin nicht Stiller!” – verführt auch durch sein schmückendes Beiwerk: ihre Garderobe, entworfen von Coco Chanel, und 50 Jahre später Inspiration für Karl Lagerfeld.
Books
16. Januar 2011
Credits: bookshelves.tumblr.com
Karl Lagerfelds Bibliothek, die er auch als Fotostudio nutzt. Ausbau vonnöten.
Claudia Schiffer als Frida Kahlo
18. Februar 2010
via katrinweber.com
Fotografiert von Karl Lagerfeld für die März-Ausgabe der deutschen VOGUE.
Couture II: Chanel pastell
27. Januar 2010
Credits: Style.com
Karl Lagerfeld verband in seiner Couture-Kollektion zarte Pastellfarben mit silbernen Accessoires und ich sitze zuhause und fröstele im rustikalen Strickmantel ob all der Eisigkeit dieser Kollektion. Dass Karl Lagerfeld eine unterkühlte Persönlichkeit ist, ist aus Interviews und Homestories hinlänglich bekannt. (…)
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