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	<title>Julia Stelzner &#187; Gesellschaft</title>
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	<description>Stilvorlagen aus Mode, Kunst, Gesellschaft, Politik und Kulinarik</description>
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		<title>Der Berliner Szenemensch</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Mar 2010 15:34:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Spreeblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Sara Chahrrour hat sich für Spreeblick den &#8220;Berliner Szenemensch&#8221;, der auch der Williamsburger Szenemensch sein könnte, mal genauer angeschaut und]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sara Chahrrour hat sich für <a href="http://www.spreeblick.com/2010/03/08/der-berliner-szenemensch/" target="_blank" rel="nofollow">Spreeblick</a> den &#8220;Berliner Szenemensch&#8221;, der auch der Williamsburger Szenemensch sein könnte, mal genauer angeschaut und daraus einen schönen Lehrgang verfasst: <em>&#8220;Das regelfreie Berlin hat also doch bestimmte Grundsätze, zumindest, wenn man in der „It-Crowd“ sein möchte. Aber nicht verzweifeln. Auch du kannst cool sein.&#8221;</em> Seitdem schmeiß ich mir mit einer <a href="http://katrinweber.com" target="_blank" rel="nofollow">Kollegin/Freundin</a> die Charakteristika an den Kopf, die wir an uns wiedererkennen, aber manchmal auf ganz abwegigen Gründen basieren. Die Ursachenforschung und Direktanwendung gibt es hier: <span id="more-6343"></span></p>
<blockquote><p>
&#8220;Outfit: Unbedingt, und zu aller erst, muss ein Jutebeutel angeschafft werden.&#8221; </p></blockquote>
<p>Grund: Welche Tasche hält sonst die ganzen Leergutflaschen (aus dem Biomarkt) aus, die sich über die Woche ansammeln? </p>
<blockquote><p>
&#8220;Zusätzliche Accessoires (&#8230;) und am besten auch einen alten Gameboy mit dem Spiel „Tetris“.&#8221;</p></blockquote>
<p>Grund: Tetris &#8211; klar, was sonst? Von Autospielen wird mir schlecht. Aber wenn schon, dann bitte auf dem iPhone (2G, weil&#8217;s nostalgischer ist)</p>
<blockquote><p>&#8220;Sehr wichtig, und zu jeder Jahreszeit getragen: ein Schal, der mit einem kleinen Schwung um den Hals gewickelt wurde.&#8221;</p></blockquote>
<p>Grund: Chronische Mandelentzündung. Ich trag auch im Süden Thailands abends einen Schal.</p>
<p>Das waren dann auch schon alle Gemeinsamkeiten. Nein, ich bin kein Berliner Szenemensch. Weder arbeitslos, noch miesgelaunt, Chucks-Trägerin oder Nietzsche-Zitierende. Ich tanze lächerlich auf jeder Party und mache dabei noch lächerlichere Selbstporträts mit meiner lieben <a href="http://stefanieschmidt.net/" target="_blank" rel="nofollow">Freundin</a>.  Außerdem antworte ich auch immer sofort auf meine Facebook Nachrichten und E-Mails. Ich bin einfach nur deine freundliche Fränkin (im <em>&#8220;Schwabenviertel&#8221;</em> = Prenzlauer Berg).</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Watch me at 0:25 &#8211; Langnese Kult Spot</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 14:14:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[München]]></category>

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		<description><![CDATA[
Ich habe früh angefangen, eigenes Geld zu verdienen. Ich war ein Kinderarbeiter, beflügelt von den schauspielerischen Verdiensten der Mutter und]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><object width="480" height="385"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/NDectdrcM40&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/NDectdrcM40&#038;hl=de_DE&#038;fs=1&#038;" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="520" height="425"></embed></object></p>
<p>Ich habe früh angefangen, eigenes Geld zu verdienen. Ich war ein Kinderarbeiter, beflügelt von den schauspielerischen Verdiensten der Mutter und einem kleinen Taschengeld. So sprach ich nach der Schule und ohne Wissen der Eltern um die Ecke bei Tele5 vor und verdiente schon in der 1. Klasse mein Geld mit der Werbung. Lebensstation war schließlich München Schwabing &#8211; ein Ort, an dem Mitte der Achtziger alles möglich schien: The Bavarian Dream. <span id="more-6226"></span> Hier wurde alle zwei Wochen in der Schule ein Casting durchgeführt. Und um einzigartig zu bleiben, legte ich mir bald einen Künstlernamen zu. Drei Julias in der Klasse waren einfach zu viel. Ab der Hälfte der 1. Klasse war ich nur noch <em>Juliane</em> und bedauerte vor dem Lehrerkollegium die fehlerhafte Eintragung der Eltern so glaubwürdig, dass mein Jahreszeugnis ausgestellt wurde auf eine Juliane Stelzner, die mitunter durch ihr &#8220;rechthaberisches Verhalten&#8221; auffiel. Daraus hat die Mutter gelernt, meine kleine Schwester wurde ein Jahr darauf mit einem japanischen Männernamen gesegnet.<br />
Einen 4-Sekünder-Erguss meiner Nebentätigkeit gibt es hier zu sehen. Seitdem kann ich übrigens kein Cornetto Nuss mehr essen, ohne an Spülmittel zu denken. Was ich damit sagen will? Eigentlich nichts! Ich komme damit einfach nur der Bitte einer Freundin nach, wieder mehr persönliche Anekdoten zu erzählen. Und ich denke, diese hier hat sogar für sie Neuigkeitswert. Außerdem mag ich das Video immer noch!</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/Bild-28-390x237.png" alt="" title="Juliane Stelzner Lagnese" width="520" height="370" class="aligncenter size-large wp-image-6267" /></p>
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		<title>Wenn ich ein Blogger wär&#8217;?</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 12:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[F.A.S.]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Modeblogs]]></category>

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		<description><![CDATA[Anke Schipp beantwortet in ihrem Artikel „Hausverbot für Madame Roitfeld“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung* vom 7. März 2010) sieben Fragen, die]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anke Schipp beantwortet in ihrem Artikel „Hausverbot für Madame Roitfeld“ (<a href="http://www.faz.net/s/RubDDB5B2373A7C48BDBB661B77C72A38ED/Tpl~Ezeitung~Sdrehscheibe~Apge~E55.html" target="_blank" rel="nofollow">Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung* vom 7. März 2010</a>) sieben Fragen, die die Modewelt beschäftigen sollen – u.a. die Divergenzdebatte von Modejournalismus und Modeblogs. Den Part „Wenn ich ein Blogger wär’?“ erklärt sie mit folgender ironisch-irrelevanter Szenerie, die mich schmunzeln ließ, auch wenn sie (bewusst) jeglichem Realitätsanspruch entbehrt. Oder etwa nicht?</p>
<blockquote><p>„Erst mal danke, Leute, also Dior, Lanvin, Margiela, Viktor &#038; Rolf und all die anderen. Kam ich ins Hotel, und da lagen sie die Einladungen, wow! (&#8230;) Auf dem verwackelten Foto hinten links, das ist übrigens Anna, ihr wisst schon, die Anna. Mit ihrem Bodyguard. Ihr wisst schon, wegen der Pelze. (&#8230;) Nachher gehe ich noch zu einem Empfang, dann ist irgend so ein Dinner. Hey, dann schlafe ich erst mal. Paris ist echt ganz schön anstrengend.“</p></blockquote>
<p>*<em> Anmerkung in eigener Sache, nicht zum Thema:</em> Ich lief gestern vier verschiedene Stationen ab, um ebenjene Zeitung zu erstehen. <span id="more-6249"></span> Reichlich verwundert darüber, dass die Berliner so ein lesefreudiges Volk sind. Schließlich waren alle Zeitungsständer leergefegt; in Düsseldorf sah das anders aus, da lag die FAS bis Dienstag aus. In Anbetracht meiner geistigen Verfassung machte ich mir jedoch nichts draus und lief eine vermutete Verkaufsstelle weiter. Dito, das gleiche Problem. Ich bin ein geduldiger Mensch, doch im 4. Kiosk überwog die Müdigkeit und ich fragte den Verkäufer, wo bitte all die Zeitungen abgeblieben wären. Der erklärte mir daraufhin belustigt über mein Unwissen oder den Zustand selbst etwas von Verkaufssperre für Presseprodukte und Alkoholika, holte mir dann aber aus dem hintersten Verkaufsraum eine zerknitterte Ausgabe &#8211; mit der Bemerkung: &#8220;Wenn ich es niemand erzähle, kriege ich hier jeden Sonntag meine Zeitung&#8221;. Presseprohibition, warum?</p>
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		<title>Richard Nixon und die Kunst</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Feb 2010 20:51:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kunst]]></category>
		<category><![CDATA[Richard Nixon]]></category>

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		<description><![CDATA[Der 37. Präsident der Vereinigten Staaten konnte neuen Strömungen in der US-Kunstszene nichts Positives abgewinnen und zeigte sich auch in]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der 37. Präsident der Vereinigten Staaten konnte neuen Strömungen in der US-Kunstszene nichts Positives abgewinnen und zeigte sich auch in diesem Bereich restriktiv und völlig unempfänglich für die sich wandelnde Gesellschaft seiner Regierungszeit (1969 bis Watergate).</p>
<blockquote><p>„Ich möchte auch, dass die unglaublich schreckliche moderne Kunst überprüft wird, die in den Botschaften rund um die Welt verstreut ist.“ Bei seinen Reisen habe er feststellen müssen, dass einigen Botschaftern moderne Kunst, etwa die „kleinen Scheußlichkeiten vom Museum of Modern Art“, von Komitees regelrecht aufgezwungen worden seien. Die Säuberung der Botschaften sollte heimlich passieren, damit nicht wieder die „feindliche Presse“ davon Wind bekäme. Darin zumindest war Nixon erfolgreich: 40 Jahre lang wusste niemand etwas davon.</p></blockquote>
<p><em>(via: <a href="http://www.monopol-magazin.com/nachrichten/moderne-kunst-nixon" target="_blank" rel="nofollow">Monopol</a>)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Deutsche Modeblogs: Die Klasse von 2010</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Feb 2010 10:00:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[ZEITmagazin]]></category>

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		<description><![CDATA[ Pretty Picture wie so viele by Markus Jans.
Hier der Artikel: http://www.zeit.de/2010/08/Mode-Blogger
Normalerweise läuft es so ab: Ich beweihräuchere am Donnerstag]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/570-.zeit_magazin_blogger.jpg" alt="" title="570---.zeit_magazin_blogger" width="520" height="290" class="aligncenter size-full wp-image-5758" /><em> Pretty Picture wie so viele by <a href="http://jans-photography.net/" target="_blank" rel="nofollow">Markus Jans</a>.<br />
Hier der Artikel: <a href="http://www.zeit.de/2010/08/Mode-Blogger" target="_blank" rel="nofollow">http://www.zeit.de/2010/08/Mode-Blogger</a></em></p>
<p>Normalerweise läuft es so ab: Ich beweihräuchere am Donnerstag das ZEITmagazin und wünsche mir bei jeder neuen, gelungenen Ausgabe ein Teil davon gewesen zu sein. Heute ist es andersherum: Ich bin ein zentraler Teil dessen (unendlich berührt und sehr froh, dass ich die Augen offen habe) &#8211; zumindest visuell beim Shooting von 10 deutschen Modeblogs neben Les Mads, fnart, Stil in Berlin, Reigen, Coute que Coute, La Liste, Dandy Diary, Pandafck, Belle on Earth. Allerdings bin ich ein wenig enttäuscht, dass sich dazu nur ein kurzer Fragebogen gesellt (mit weniger spannenden Fragen als die des gehaltvollen <a href="http://www.zeit.de/2010/08/Nick-Knight" target="_blank" rel="nofollow">Nick Knight-Interviews</a>) und kein differenzierter Abriss über Relevanz, Unterschiede und Entwicklung der deutschen Modeblogs &#8211; jenseits des fundierten <a href="http://www.zeit.de/2010/08/Modeblog" target="_blank" rel="nofollow">Artikels</a> von Tilmann Prüfer über die Durchdringung von Mode durch das Internet. Und verbleibe verwundert darüber, dass aus meiner Domain ein .com gemacht wurde, das es so natürlich nicht <del datetime="2010-02-18T13:48:08+00:00">gibt</del> gab.</p>
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		</item>
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		<title>Stilvorlage: The Preppies are back in town</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Jan 2010 17:25:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ästhetik]]></category>
		<category><![CDATA[Fashion]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Preppy Look]]></category>
		<category><![CDATA[Stilvorlage]]></category>
		<category><![CDATA[SZ-Magazin]]></category>

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		<description><![CDATA[Credits: SZ Magazin
Das SZ-Magazin greift den Neokonservatismus in der Mode auf und betituliert die letzte Ausgabe als: &#8220;Die Konterrevolution. Jetzt]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Credits: SZ Magazin</em><br />
<img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/201002.jpg" alt="Cover SZ Magazin" title="Cover SZ Magazin" width="220" height="290" class="alignleft size-full wp-image-5184" />Das SZ-Magazin greift den Neokonservatismus in der Mode auf und betituliert die letzte Ausgabe als: <a href="http://sz-magazin.sueddeutsche.de/texte/liste/h/201002" target="_blank" rel="nofollow">&#8220;Die Konterrevolution. Jetzt hat Deutschlands Jugend endlich ein Stil-Vorbild, das altlinke Eltern schockt: Karl-Theodor zu Guttenberg.&#8221;</a> So so. Da haben wir also den Salat: Die hochgeklappten Polohemden mit Pomade im Haar und Pulli lässig über die Schultern geknotet und die Reiterstiefeldamen mit Longchamps-Tasche, an der ein Hermès-Tuch drapiert ist (unisex vor allem in Nichtadelskreisen gerne gesehen: der Siegelring), wähnen sich nun einer breiten Lobby. Doch weit gefehlt. Die Streber, die sich so gerne als Primi inter Pares verhalten, haben immer noch keine Freunde gefunden. Erste Diskurse in den Blogs fanden bereits <a href="http://knicken.blogspot.com/2010/01/einen-freiherr-im-haupthaar.html" target="_blank" rel="nofollow">hier</a> und <a href="http://fnart.org/2010/01/16/meine-besten-freunde/" target="_blank" rel="nofollow">hier</a> statt. Und auch der angebliche Trendsetter KT taugt wenig, wenn er mit AC/DC Shirt im Wahlkampf <a href="http://www.n-tv.de/politik/politik_wahl_2009/Rededuell-im-Bierzelt-article493914.html" target="_blank" rel="nofollow">auftaucht</a>, um zu beweisen, dass er so strebsam gar nicht ist. Handelt es sich hier also wieder nur um eine modische Minderheit, die abermals einen kleinen Aufstand versucht? Schließlich gab es sie schon immer, die Preppies &#8211; nicht erst seit den Achtzigern, in denen die Männer mit Tennissocken in Loafers die Frauenwelt unsicher machten, das Weib mit pastellfarbenem Twinset ewig lockte und Calvin Klein und Ralph Lauren ihre Modeimperia aufbauten. Werfen wir nur mal einen Blick zurück:<br />
<img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/bild-72.png" alt="Great Gatsby" title="Great Gatsby" width="520" height="680" class="alignleft size-full wp-image-5187" /><br />
<em>Credits: IMDB</em><br />
Kein anderer als eine Romanfigur verkörperte die Upper Class der 20er Jahre besser als Jay Gatsby. Die Ungerechtigkeit des &#8220;American Dream&#8221; erntet heftige Kritik. </p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/paltr_6.jpg" alt="Talentierte Mr. Ripley Preppy Look" title="Talentierte Mr. Ripley Preppy Look" width="520" height="445" class="alignleft size-full wp-image-5205" /><br />
<em>Credits: IMDB</em><br />
Die Jeunesse Dorée der 50er Jahre lässt sich an der Amalfi-Küste die Sonne ins Gesicht scheinen. Hier in der Filmversion von &#8220;Der talentierte Mr. Ripley&#8221;.</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/hn8557-001.jpg" alt="preppies sixties" title="preppies sixties" width="520" height="690" class="alignleft size-full wp-image-5185" /><br />
<em>Credits: Getty Images</em><br />
Im Swinging London der Sixties schlendert die Jugend in massgeschneiderten Tweed-Anzügen durch die hippe Carnaby Street.</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/top.jpg" alt="Preppy JFK" title="Preppy JFK" width="520" height="370" class="alignleft size-full wp-image-5202" /><br />
<em>Credits: thatspreppy.blogspot.com</em><br />
In den USA zeigt die Präsidentenlegende JFK, was in Sachen Stil angesagt ist: Polohemd und Chino-Hose &#8211; artgerecht beim Segeltörn. </p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/bomerang1.jpg" alt="Preppy Seventies" title="Preppy Seventies" width="520" height="360" class="alignleft size-full wp-image-5190" /><br />
<em>Credits: thatspreppy.blogspot.com</em><br />
Als ob es in den Siebzigern nur Hippies und Punks gegeben hätte &#8211; von wegen. Die Preppies trugen das Polohemd zeitgemäß zur Schlaghose.<br />
<span id="more-5183"></span><br />
<img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/polo-ralph-lauren-01.jpg" alt="Ralph Lauren Ad Eighties" title="Ralph Lauren Ad Eighties" width="520" height="690" class="alignleft size-full wp-image-5192" /><br />
<em>Credits: http://agreigematter.wordpress.com</em><br />
To be or not to be in den Eighties: Wer was auf sich hielt, trug Ralph Laurens cleanen Tennischic, der da sagte: &#8220;I&#8217;m not just selling clothes. I&#8217;m offering a world, a philosophy of life.&#8221;</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/clueless-1.jpg" alt="Preppy Look Clueless" title="Preppy Look Clueless" width="520" height="390" class="alignleft size-full wp-image-5199" /><br />
<em>Credits: IMDB</em><br />
1995 feierte in &#8220;Clueless&#8221; der Schulmädchen-Look, der heute noch in asiatischen Ländern als Sexiness pur gilt, größte Erfolge.</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/069927110619-render-a6-00.gif" alt="Prince William Preppy" title="Prince William Preppy" width="520" height="440" class="alignleft size-full wp-image-5210" /><br />
Held der schlaflosen Nächte aller Möchtegern-Prinzessinnen: Prince William von England, der auch gerne eine Runde Polo spielt.</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/lucky-number-slevin-2.jpg" alt="Lucky Number Slevin Preppy" title="Lucky Number Slevin Preppy" width="520" height="360" class="alignleft size-full wp-image-5206" /><br />
<em>Credits: IMDB</em><br />
&#8220;Lucky Number Slevin&#8221; trägt im selbigen Film am liebsten Pullunder über ordentlich gebügeltem Hemd. Klar sieht das gut aus &#8211; wie alles an Josh Hartnett.</p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/gossip-girl.jpg" alt="gossip girl preppy" title="gossip girl preppy" width="520" height="400" class="alignleft size-full wp-image-5207" /><br />
Upper East Side Style von heute: Die Gossip Girl Crew mag es exklusiv. Die Mädels machen den Look nach Vorlage in der GLAMOUR nach. </p>
<p><img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/pringle-clothes.jpg" alt="pringle-clothes" title="pringle-clothes" width="520" height="440" class="alignleft size-full wp-image-5208" /><br />
<img src="http://www.juliastelzner.de/wp-content/uploads/mercedesbenzpresentsfashionweekspringdomgc6n7nf8l.jpg" alt="Lacoste" title="Lacoste" width="520" height="730" class="alignleft size-full wp-image-5209" /><br />
Zwei Marken, die in der Preppywelt und auch außerhalb den Ton angeben: <a href="http://www.pringlescotland.com/" target="_blank" rel="nofollow">Pringle of Scotland</a> und <a href="http://www.lacoste.com/deu/main.html" target="_blank" rel="nofollow">Lacoste </a>mit aktuellen Entwürfen.</p>
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		<title>Das ungeliebte Jahrzehnt</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 13:56:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[2010: eine Null muss gehen.
10 Tage ist es jung, das neue Jahrzehnt. Höchste Zeit für einen Rückblick auf die vergangene]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>2010: eine Null muss gehen.</p>
<p>10 Tage ist es jung, das neue Jahrzehnt. Höchste Zeit für einen Rückblick auf die vergangene Dekade. Der Spiegel titelte die 2000er jüngst noch ein „verlorenes Jahrzehnt“. Andere benennen sie der Einfachkeit halber als die Nullerjahre &#8211; eine wenig positiv besetzte Assoziation voller Nullrunden.</p>
<p>Ja, sicher, es war nicht alles schön in den letzten zehn Jahren. Wir hatten 9/11 und zwei daraus entstandene Kriege, die kein Ende nehmen wollen. Die EU sollte einfach nicht so recht zusammenfinden. Es gab die Erhöhung der Mehrwertsteuer um drei Prozentpunkte, die schlimmste Finanzkrise seit 80 Jahren, DSDS und Paris Hilton. Shit happens. </p>
<p>Es geschahen aber auch sehr erfreuliche Dinge: Das Internet wurde interaktiver denn je. Clint Eastwood drehte großartige Filme. Das MoMA und Obama statteten Berlin einen Besuch ab. Navigationssysteme wurden erfunden. Und es regieren immer mehr Frauen: in Sex and the City und Der Teufel trägt Prada und dann natürlich auch noch Angela und Carla.</p>
<p>Sushi wurde zum Nouvelle Fast Food der exquisiten Gesellschaft (der Thuna und der Salmon mussten dran glauben). Latte Macchiato und Bionade zu den In-Getränken der ewigen Müßiggänger. Bloggerinnen sind inzwischen die neuen Modeleitbilder, nicht mehr die VJanes. Die Handys wurden immer moderner  &#8211; mit polyphonen Klingeltönen, Farbdisplays und MMS &#8211; und Afrika immer ausgebeuteter (Coltan). Seit 2007 ist das iPhone allen Nachahmern zum Trotz State-of-the-Art. Der Fantasy-Boom fasst die Eskapismus-Bemühungen der Reizüberfluteten zusammen. Die Klimakatastrophe interessiert (noch) herzlich wenig, wenn es doch unter den Heizpilzen so schön warm ist. Gore redet gegen die Wand. Dafür wurden die Flüge immer billiger. Die Lohas bemühen sich um eine bessere Welt und sind gleichzeitig wahnsinnig hip. </p>
<p>Irgendwie ein widersprüchliches Jahrzehnt. In den Neunzigern haben wir uns alle noch so prächtig amüsiert (mit Baywatch und dem Brioni-Kanzler). Dann kam der Dotcom-Crash und irgendwie schworen sich alle auf &#8220;ein neues Bewusstsein&#8221; ein ohne wirklich nachzudenken. Weiß jemand um all die guten Vorsätze, die wir hatten? Die 2000er waren so gedacht als Dekade zur Eindämmung von Malaria, als internationale Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der Kinder der Welt und als Dekade zur Überwindung von Gewalt. Aber aus eigener Erfahrung wissen wir gerade in diesen Tagen wie es um die Einhaltung von guten Vorsätzen bestimmt ist: schlecht!</p>
<p>Was die Welt hingegen wirklich beschäftigte und meine Wenigkeit im Speziellen, das zeigt eine kurze Zeitreise zurück in die letzten zehn Jahre:<br />
<strong><br />
2000: </strong><br />
Die Welt steht noch. Die Rechner leben noch. Willkommen im neuen Millenium. Der Y2K-Bug war nicht gefräßig bzw. erst zehn Jahre später bei den Bankautomaten. Dafür gab es den Dotcom-Crash und auf Billie Boy folgte George W. Ich war endlich volljährig und cruiste mit meinem Toyota Corolla nur noch selten zu den Hip Hop Events der Republik, denn ich hatte the Real Big Thing gefunden. Außerdem bezog ich die erste eigene Wohnung &#8211; mit jedem Zimmer in einem anderen Farbton und einem Kleiderschrank voller Miss Sixty.</p>
<p><strong>2001: </strong><br />
Die Terroranschläge auf das World Trade Center lassen der Angst vor dem internationalen Terror und beim Betreten jedes Flugzeugs freien Lauf. Außerdem fürchtet sich die Welt erneut vor der Maul- und Klauenseuche. Der Krieg der USA gegen die Taliban in Afghanistan beginnt am 7. Oktober 2001. Ich werde an diesem Tag 20, zahle schon seit 10 Monaten meine H&#038;M Divided Einkäufe mit dem Euro und leiste mir rote Extensions, die sage und schreibe zwei Wochen halten.<br />
<strong><br />
2002: </strong><br />
Der Amoklauf von Erfurt macht Michael Moores &#8220;Bowling for Columbine&#8221; auch in Deutschland zur traurigen Realität. Ein Flugzeug voller Kinder stürzt über dem Bodensee ab. Grass veröffentlicht &#8220;Im Krebsgang&#8221; und Walser &#8220;Tod eines Kritikers&#8221;. Die rotgrüne Koalition geht in die 2. Runde. Ich habe mein Abi in der Tasche und ziehe weg vom mieslaunigen Franken hinein in die Hochburg der Ausgelassenheit: Köln &#8211; eine Stadt, in der man meinen Leopardenmini nicht nur an Karneval schätzt. </p>
<p><strong>2003: </strong><br />
Der Irakkrieg beginnt im März. Die langen Sitzungen im UN-Sicherheitsrat haben nichts geholfen. Die Irak-Resolution 1441 wurde gebilligt, auch ohne Evidenz der Waffenlager. Ansonsten heißt es: Asia all over. Die Mädels haben den Hello Kitty Wahnsinn. Man spricht bei Wohnkonzepten nur noch von &#8220;Feng Shui&#8221; und ich probiere zum ersten Mal Sushi. Mit Gurkeninlay. Außerdem ziehe ich weiter nach Düsseldorf und beginne ordentlich Geschichte und Politik zu studieren, nachdem ich bislang nicht berühmt geworden bin. Womit auch?</p>
<p><strong>2004: </strong><br />
Der Tsunami erschüttert Weihnachten 2004 die asiatische Welt und unser Mitgefühl. Die EU erweitert sich gen Osten. George W. Bush wird tatsächlich wiedergewählt (Vetternwirtschaft in Florida). Dafür erscheint &#8220;Stupid White Man&#8221;. Die EU verbietet die Bezeichnung &#8220;light&#8221; für Zigaretten. Ich rauchte dann eben ab sofort &#8220;Gold&#8221; und trage nach langen Selbstzweifeln hinsichtlich des Oberschenkelumfangs meine erste Röhrenjeans. Alle anderen tragen die bunten Jerseyschals von American Apparel.</p>
<p><strong>2005: </strong><br />
Wir sind Papst und unser Regierungschef ist eine Frau. Die große Koalition wird aus der Versenkung geholt. Die PDS hat sich derweil in &#8220;Die Linkspartei&#8221; umbenannt. Edmund Stoiber will erst nach Berlin und dann wieder doch nicht. Ich will definitiv nach Berlin und verbringe dort einen Sommer beim Bundesinnenministerium. Politisch korrekt gekleidet, versteht sich. Daneben entdecke ich den &#8220;Balkan Style&#8221; für mich und laufe mit einem Timoschenko-Zopf durch den Winter.<br />
<strong><br />
2006: </strong><br />
Im Nahen Osten bekriegen sich Israel und der Libanon. Saddam Hussein wird hingerichtet und jeder kann unfreiwilligerweise live daran teilhaben. Die muslimische Welt protestiert gegen die Mohammed-Karikaturen und Beck folgt auf Platzeck &#8211; Vorstandsroulette bei der SPD. Ich fange doch nicht mit dem Arbeiten an bzw. nur Teilzeit, sondern hänge noch einen Master in Politischer Kommunikation ran. Modisch gesehen tauche ich tief in das Sechziger Jahre Revival ein und suche verzweifelt nach einem Exemplar von Chanel&#8217;s &#8220;Black Satin&#8221;, um meinen Schwarz-Weiß-Wahn zu manifestieren.<br />
<strong><br />
2007: </strong><br />
Beim G8-Gipfel in Heiligendamm trinken die Regierungschefs vergnügt Bierchen. Ansonsten herrscht Katerstimmung &#8211; nur nicht bei den Demonstranten. Bayerns letzter Monarch, Edmund Stoiber, tritt zurück. Die Immobilien in den USA beginnen zu bröckeln. Das iPhone 2G entzückt die ersten Importeure. Ich verdinge mich neben dem Studium schon fünf Jahre nebenbei als Werbetexterin und habe immer noch kein anderes Berufsziel gefunden. In meiner Freizeit lese ich viel über Bradgelina und kippe mit meinen Mädels das ein oder andere Bier.<br />
<strong><br />
2008: </strong><br />
Dieses Jahr steht im Zeichen des amerikanischen Wahlkampfes: alt gegen jung, schwarz gegen weiß, konservativ gegen progressiv. Ein farbiger Senator aus Illinois entscheidet die Schlacht für sich, vor allem wegen seiner fabelhaften Internetkampagne. Blogs sprießen hierzulande nur so aus dem Boden. Auch meiner, ursprünglich noch zu Portfoliozwecken gedacht. Während eines halbjährigen Arbeitsaufenthaltes in New York City (meiner zweiten großen Liebe) blogge ich fröhlich weiter. Eigentlich nur für die Großeltern zu Hause. Doch bald lesen immer mehr mit. Mein ständiger modischer Begleiter (außer beim Wandern) sind meine Kova &#038; T. Latexleggins.<br />
<strong><br />
2009:</strong><br />
Obama wird vereidigt und in der Bundesrepublik wird gewählt. Was dabei herauskam, wissen wir. Die Folgen des amerikanischen Bankencrash erschüttern nun auch Deutschland. Es kommt zu unzähligen Entlassungen. Die Zeitungsindustrie hat ebenfalls ein schweres Los. Und in Kopenhagen war ja dann irgendwie auch nichts los. Ein vergeudetes Jahr. Auch für mich. Aber nicht ganz. Ich bin nun also Master of Arts (Obama sei Dank), stolze Katerbesitzerin und schreibe endlich für Independent Modemagazine. Dabei geht zwar mein Herz auf, doch das Portemonée bleibt leer. Deswegen geht es weiter mit der Werbetexterei. In meinem Kleiderschrank ist bis auf einige neue gestreifte Shirts und Vintagefunde aus New York recht wenig passiert. Aber das hole ich bald nach. Ich hab da auch schon so eine Idee. </p>
<p>Es ist ja noch nicht aller Tage Ende.</p>
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		<title>Bilanz</title>
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		<pubDate>Thu, 31 Dec 2009 08:06:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>2009 ist vorbei, over, fini. Dafür bin ich dankbar. Denn es war ein bescheidenes Jahr.</p>
<p>In materieller Hinsicht hatte einzig der Konjunktiv Hochkonjunktur. Dahingegen wurde mit dem Indikativ gegeizt: &#8220;Eigentlich hätte ich mir dieses Jahr endlich das <a href="http://www.juliastelzner.de/blog/aesthetik/hatte-ich-mehr-geld-hatte-ich-das/">Vitra Utensilo</a> gekauft. Überhaupt wäre ich im Sommer ja einen Monat an die Westküste gefahren. Theoretisch würde ich schon mit in diese Bar, in der ein Drink 12 Euro kostet.&#8221; Doch wie sagte schon Stromberg so spitzfindig: &#8220;Hätte, hätte, Fahrradkette.&#8221; War nicht drin. Das Leben ist kein Wunschkonzert. 2009 gab es nur noch Heineken auf dem heimischen Sofa. Freiberufler und Selbstständige fanden sich zum Spaghettikochen zusammen statt im Sushi-Restaurant. Arcandor ging&#8217;s noch schlechter.</p>
<p>Man musste zur Kenntnis nehmen, dass selbst The King of Pop nicht unsterblich ist, Patrick Swayze nicht mehr zum letzten Tanz auffordern kann und Britanny Murphy nicht mehr clueless ist, sondern tot. Auch David Hasselhoff ist auf dem absteigenden Ast, mit KIT zu fahren wird zum Sicherheitsrisiko. Take That langweilten wie schon vor 15 Jahren. Und überhaupt kann keiner mehr richtig rappen. Die Helden unserer Jugend sind kaputt. Die Neuen waren auf der Lauer. Sie machten mit blauen Augen von sich reden wie Rihanna oder Hermaphrodit-Anwandlungen wie Lady Gaga. Ich lausche stattdessen den Alben von gestern und stöbere bei youtube nach vergangenen <a href="http://www.juliastelzner.de/blog/sonstiges/feeling-good-nina-simone/">Perlen</a>. </p>
<p>Modetechnisch gesehen fand dieses Jahr auch keine folgenreiche Neuentwicklung statt. Stattdessen wurden eifrig vergangene Dekaden <a href="http://www.juliastelzner.de/portfolio/editorial/dornroschenschlaf-in-der-mode/">aufgewärmt</a>, solange bis Alexander <a href="http://www.juliastelzner.de/blog/aesthetik/alexander-mc-queen-grandios-furios/">McQueen</a> im Herbst Schuhe in Mikrowellenformat entwarf und für eine kurze experimentelle Hochzeit sorgte. Dazwischen wurde die Weltkriegsstärke der Frauen in den 40 Jahren in der Breitschultrigkeit der 80er Jahre 2009 im breiten Rahmen wiederauferlebt. Stilikonen waren nicht mehr die verzottelten Boho-Ladies, sondern die adrett-akuraten First Ladies Carla und Michelle, die von den Flugzeugtreppen dieser Welt winken. Monki und Weekday sind The New H&#038;Ms der U30-Generation. </p>
<p>Wahl war ja auch noch. Eine politische <a href="http://www.juliastelzner.de/blog/politik/paradigmenwechsel/">Zäsur</a> nach einem enervierenden Wahlkampf. Schwarz-gelb regiert, weil viele rot sahen. Die Wähler schickten die Sozialdemokraten ins oppositionelle Abseits. Obama hat zwar den <a href="http://www.juliastelzner.de/blog/politik/brandt-gorbatschow-mandela-obama/">Friedensnobelpreis</a> gewonnen, aber stagnierte mit der Health Reform und Guantánamo. Die Kämpfe in Darfur gingen dahin ungeachtet weiter. Es gab mehr Obdachlose auf der Straße und weniger Loyalität. So war das schon oft. Machiavellistische Zeiten.</p>
<p>Nächstes Jahr wird alles besser. Good night and good luck!</p>
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		<title>Klamotten für und von Frauen</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Dec 2009 15:48:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sonstiges]]></category>
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		<description><![CDATA[Die meisten Frauen haben sie im Kleiderschrank, die Teile, die sie nie wieder anziehen werden. Klar, können wir drauf hoffen,]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die meisten Frauen haben sie im Kleiderschrank, die Teile, die sie nie wieder anziehen werden. Klar, können wir drauf hoffen, dass irgendwann ein <a href="http://www.juliastelzner.de/portfolio/editorial/dornroschenschlaf-in-der-mode/">Fashion Revival</a> kommen mag oder die angefutterten Kilos irgendwann wieder verschwinden.<br />
Aber mal Tacheles, bei H&#038;M und Co. ist die Halbwertsdauer schwindelnd gering und die Figur, mit der wir 14-jährig durchs Freibad staksten, kommt mit Ende 20 auch nicht so schnell zurück. Is doch so!<br />
Wollen wir nun also Abgetragenes loswerden, offenbaren sich uns folgende Optionen:<br />
<strong>1. Verschenken an Freundinnen und Schwestern</strong> (Allerdings fragen die meist nur entsetzt: Wann und &#8211; vor allem &#8211; warum wir uns das gekauft haben?! Keine Ahnung, vielleicht war meine Kontaktlinse verrutscht.)<br />
<strong>2. Bei eBay verhökern</strong> (Die Erlöse dort liegen traurigerweise oft im einstelligen Bereich, für im dreistelligen Bereich Gekauftes. Profit abzüglich der Verkaufsgebühr = einmal an der frischen Luft gewesen. Auf dem Weg zur Post.)<br />
<strong>3. Im hauseigenen Sale-Blog verhökern.</strong> (Eine vernünftige Sache, die schon fast Celebrity-Charakter hat &#8211; für alle Käuferinnen, die sonst im Bravo Weihnachtsgewinnspiel auf das Girlie-Shirt von Heike Makatsch gesetzt haben. No Name Bloggerinnen haben es dagegen schwer.)<br />
<strong>4. Hin und weg: in die Altkleidertonne schmeißen.</strong> (Okay, vielleicht klaut sie irgendwann eine findige Secondhandverkäuferin, es wird ein Knüpfteppich von IKEA draus oder sie kommen mit viel Glück dahin, wo sie wirklich hin sollen: zu den Bedürftigen)<br />
<strong>5. Oder aber: Direkt zu denen, die es nötig haben.</strong> In eines der knapp <a href="http://www.amnesty.de/umleitung/2008/deu05/042?lang=de&#038;mimetype=text" target="_blank" rel="nofollow">400 Frauenhäuser Deutschlands</a>. Zur Diakonie, Caritas, dem Roten Kreuz oder whatever.<br />
<strong> Alles andere macht doch wirklich keinen Sinn, oder?</strong></p>
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		<title>NYS Senator Diane Savino on the Marriage Equality bill</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 14:55:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Julia Stelzner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Politik]]></category>
		<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz oben auf meiner politischen Wunschliste: ambitionierte und gleichzeitig mitreißende Redner wie Diane Savino &#8211; und die Quoten der Parlamentsdebatten]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.juliastelzner.de/blog/politik/nys-senator-diane-savino-on-the-marriage-equality-bill/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Ganz oben auf meiner politischen Wunschliste: ambitionierte und gleichzeitig mitreißende Redner wie Diane Savino &#8211; und die Quoten der Parlamentsdebatten bei Phoenix würden explodieren, wetten?</p>
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