Sara Chahrrour hat sich für Spreeblick den “Berliner Szenemensch”, der auch der Williamsburger Szenemensch sein könnte, mal genauer angeschaut und daraus einen schönen Lehrgang verfasst: “Das regelfreie Berlin hat also doch bestimmte Grundsätze, zumindest, wenn man in der „It-Crowd“ sein möchte. Aber nicht verzweifeln. Auch du kannst cool sein.” Seitdem schmeiß ich mir mit einer Kollegin/Freundin die Charakteristika an den Kopf, die wir an uns wiedererkennen, aber manchmal auf ganz abwegigen Gründen basieren. Die Ursachenforschung und Direktanwendung gibt es hier: weiterlesen
Der Berliner Szenemensch
9. März 2010Watch me at 0:25 – Langnese Kult Spot
8. März 2010Ich habe früh angefangen, eigenes Geld zu verdienen. Ich war ein Kinderarbeiter, beflügelt von den schauspielerischen Verdiensten der Mutter und einem kleinen Taschengeld. So sprach ich nach der Schule und ohne Wissen der Eltern um die Ecke bei Tele5 vor und verdiente schon in der 1. Klasse mein Geld mit der Werbung. Lebensstation war schließlich München Schwabing – ein Ort, an dem Mitte der Achtziger alles möglich schien: The Bavarian Dream. weiterlesen
Wenn ich ein Blogger wär’?
8. März 2010Anke Schipp beantwortet in ihrem Artikel „Hausverbot für Madame Roitfeld“ (Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung* vom 7. März 2010) sieben Fragen, die die Modewelt beschäftigen sollen – u.a. die Divergenzdebatte von Modejournalismus und Modeblogs. Den Part „Wenn ich ein Blogger wär’?“ erklärt sie mit folgender ironisch-irrelevanter Szenerie, die mich schmunzeln ließ, auch wenn sie (bewusst) jeglichem Realitätsanspruch entbehrt. Oder etwa nicht?
„Erst mal danke, Leute, also Dior, Lanvin, Margiela, Viktor & Rolf und all die anderen. Kam ich ins Hotel, und da lagen sie die Einladungen, wow! (…) Auf dem verwackelten Foto hinten links, das ist übrigens Anna, ihr wisst schon, die Anna. Mit ihrem Bodyguard. Ihr wisst schon, wegen der Pelze. (…) Nachher gehe ich noch zu einem Empfang, dann ist irgend so ein Dinner. Hey, dann schlafe ich erst mal. Paris ist echt ganz schön anstrengend.“
* Anmerkung in eigener Sache, nicht zum Thema: Ich lief gestern vier verschiedene Stationen ab, um ebenjene Zeitung zu erstehen. weiterlesen
Richard Nixon und die Kunst
20. Februar 2010Der 37. Präsident der Vereinigten Staaten konnte neuen Strömungen in der US-Kunstszene nichts Positives abgewinnen und zeigte sich auch in diesem Bereich restriktiv und völlig unempfänglich für die sich wandelnde Gesellschaft seiner Regierungszeit (1969 bis Watergate).
„Ich möchte auch, dass die unglaublich schreckliche moderne Kunst überprüft wird, die in den Botschaften rund um die Welt verstreut ist.“ Bei seinen Reisen habe er feststellen müssen, dass einigen Botschaftern moderne Kunst, etwa die „kleinen Scheußlichkeiten vom Museum of Modern Art“, von Komitees regelrecht aufgezwungen worden seien. Die Säuberung der Botschaften sollte heimlich passieren, damit nicht wieder die „feindliche Presse“ davon Wind bekäme. Darin zumindest war Nixon erfolgreich: 40 Jahre lang wusste niemand etwas davon.
(via: Monopol)
Deutsche Modeblogs: Die Klasse von 2010
18. Februar 2010
Pretty Picture wie so viele by Markus Jans.
Hier der Artikel: http://www.zeit.de/2010/08/Mode-Blogger
Normalerweise läuft es so ab: Ich beweihräuchere am Donnerstag das ZEITmagazin und wünsche mir bei jeder neuen, gelungenen Ausgabe ein Teil davon gewesen zu sein. Heute ist es andersherum: Ich bin ein zentraler Teil dessen (unendlich berührt und sehr froh, dass ich die Augen offen habe) – zumindest visuell beim Shooting von 10 deutschen Modeblogs neben Les Mads, fnart, Stil in Berlin, Reigen, Coute que Coute, La Liste, Dandy Diary, Pandafck, Belle on Earth. Allerdings bin ich ein wenig enttäuscht, dass sich dazu nur ein kurzer Fragebogen gesellt (mit weniger spannenden Fragen als die des gehaltvollen Nick Knight-Interviews) und kein differenzierter Abriss über Relevanz, Unterschiede und Entwicklung der deutschen Modeblogs – jenseits des fundierten Artikels von Tilmann Prüfer über die Durchdringung von Mode durch das Internet. Und verbleibe verwundert darüber, dass aus meiner Domain ein .com gemacht wurde, das es so natürlich nicht gibt gab.