Die von mir geschätzte Alex Prager tritt die Nachfolge von Nan Goldin an, indem sie als Nächste die Anzeigen für Bottega Veneta schießt. Und während man, wie ich meine bei Letzterer, der Älteren, erst auf den zweiten Blick sehen konnte, um wessen Handschrift es sich handelte – bis auf den Hintergrund mit der Patina. Die Models waren einfach zu schön, sodass die Mimik nicht recht wirken wollte -, wurden bei Alex Prager das typisch Cineastische und die Motive anhand von Karolina Kurkova getreuer übersetzt. Gerade in der Gegenüberstellung ein schöner Bruch.
Gute Entscheidung, Herr Maier!
(Intro: In den letzten Tagen gab es an dieser Stelle wenig Neues zu berichten. Das ziemt sich eigentlich nicht für ein Blog. Doch nach einem Jahr Festanstellung in der Werbung plus Nebenjobs kamen ein paar schreibfreie Tage sehr genehm – unter anderem mit einem Besuch der Thomas Struth-Ausstellung).
Am 26. Februar eröffnete die Ausstellung mit mehr als 100 Werken des ehemaligen Studenten von Bernd und Hilla Becher in der (ich meine: gelungen) umgebauten Kunstsammlung NRW. Sie zeigt die unterschiedlichen Werkgruppen und damit den künstlerischen Werdegang Struths – von den ersten Fotografien im New York der späten Siebziger, den Generationsporträts und der zweidimensional wirkenden, und damit an einen Rousseau erinnernden, Dschungel-Serie “Paradises”, die mein schwer auszumachender Favorit ist. In dieser Größe zeigen die Dokumentationen Struths den Einsatz der Großformatkamera natürlich sehr viel besser, als es die bekannten Bildbände können. Hervorzuheben ist außerdem der Ausstellungsführer, der jene Fotografien mit anderen Werken aus der Kunstsammlung vergleicht. Und wenn das nicht massig Berliner nach Düsseldorf ziehen sollte, weiß ich nicht.
In this short film by Art21, shown in the special VIP lounge of the VIP Art Fair, artist Cindy Sherman shows us around her studio and talks us through her work. Sherman is represented by L & M Arts and Metro Pictures. via Wallpaper* Magazine.
Valérie Belin stellt noch bis zum 27. Januar in der Galerie Jérôme de Noirmont aus. “Valérie Belin travaille ici en deux temps: elle réalise deux images distinctes, d’abord le portrait d’une femme élégante dans une esthétique très années 50, puis un bouquet de fleurs qui sera associé au portrait pour constituer l’oeuvre finale en « incrustant » les deux images l’une dans l’autre. Résulte de cette imbrication une image surprenante, évoquant une forme particulièrement sophistiquée de surimpression.”weiterlesen