22. Februar 2010


Credits: JULIAANDBEN
Mahret schreibt treffend genau über JULIAANDBEN, schließlich muss sie es als nächste Beobachterin ja am Besten wissen, und zeigt dazu die aktuellen Entwürfe. Aber wo bitte, frag ich mich, ist das kleine beige Feenkleid abgeblieben?
JULIA schickt mir auch gleich meine Lieblingsteile hinterher. Danke. Wir sehen uns dann im Laden!
7. Januar 2010
Aufgrund einer schlagartigen Grippe waren und sind für die nächsten Tage Körper und Geist erstmal Schachmatt gesetzt. Sätze bilden wird da schon mal zum zerebralen Marathon. Deswegen greife ich nun ganz tief in die Ordner-Schublade und krame den Stockholm City Guide heraus. (Danke Mahret für die Erinnerung!). Der wurde zwar schon im Sommer 2009 skizziert und sollte erst mit zwei weiteren Städten auf der Bildfläche erscheinen, aber wie so oft blieb dafür keine Zeit. Nicht, dass sich ein Reise jetzt lohnen würde bei antarktischen -18 Grad Celsius, aber sonst: keine Frage!
Stockholm ist eine vorbildhafte Stadt.
1. Feinste Flora
Stockholm ist eingebettet in unzählige Hektar dichte Tannenflora und klarstes Ostseegewässer voller kleiner Inselbiotope. Die Luft zum Atmen ist frisch, die Lunge rein. CO2-Probleme scheint es hier nicht zu geben. Das bestätigt auch der WWF: Schweden ist ganz offiziell der Primus in Sachen Umweltschutzmaßnahmen– weit vor den acht großen Industrienationen.
2. Komplexes Klima
Pessimisten sagen, es sei kalt es sei kalt in Stockholm. Stimmt. Hitzköpfe haben hier im Norden keine Chance – liegt die Durchschnittstemperatur im Sommer doch bei lauen 22 Grad. Und wenn es dann wegen der Nähe zum Polarkreis die ganze Nacht graublau dämmert, tanken die Schweden tunlichst Sonnenlicht für die dunklen Wintermonate.
3. Moderne Monarchie
Die in und bei Stockholm ansässige Königsfamilie rund um Karl XVI. Gustav, der deutschen Silvia aus Heidelberg, zwei adretten blonden Töchtern und einem statthaften Prinzen machen optisch was her und sind in den Umfragen wahnsinnig beliebt. Schwedens parlamentarisch-demokratische Monarchie kommt gut an.
4. Fiskale Fürsorge
Der schwedische Wohlfahrtstaat bietet seinen Bürgern ein engmaschiges Sozialsystem. Die kommunale Kinderfürsorge ist genauso gesichert wie die Betreuung der Alten. Unterschiedliche Steuerklassen gibt es nicht. Die Mehrwertsteuer ist generell hoch (25 Prozent). Doch soll der Schwede sein Kulturinteresse pflegen und kurze Transportwege haben: Theater, Zeitungen, Bahn und Taxi gibt es für günstige sechs bzw. 12 Prozent steuerlichen Aufschlag.
5. Erziehung zur Emanzipation
Die Unabhängigkeit der Schweden hatte mit Pipi Langstrumpf und Michel aus Lönneberga ihren frühen Ursprung. Später wollten sie den Euro nicht. Heute opponiert die Piratenpartei als fünftstärkste Partei im Europaparlament gegen Internetsperren und die Verurteilung der Betreiber des Torrent-Portals „The Pirate Bay“ im April 2009.
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