Alle Artikel mit dem Tag ‘finest food’

Gemischter Teller

21. Juli 2011

Ich war lange auf der Suche nach guter türkischer Kost. Vegetarisch, versteht sich; und jenseits von schleimigen Salat-Taschen. Bei “Bal Köfteci” am Kottbusser Damm 101 in Neukölln meine ich nach dem ersten Besuch, diese gefunden zu haben. Besonders schätze ich hier, dass ich (als diejenige, der immer irgendwas an der vorgegebenen Speiseordnung nicht passt) mir mein Gericht selbst zusammenstellen kann: als sogenannter “Vegetarischer Wunschteller” für 4,50 Euro. Den kann man sich – wie man sieht – eigentlich auch gut zu zweit teilen, insofern nicht futterneidisch.

Schönwetter-Salat

4. Juli 2011


Zugegeben, Fenchel passt als klassisches Herbstgemüse nicht gerade auf die saisonale Speisekarte. Aber in Anbetracht des Wetters macht sich die Knolle mit dem leichten Lakritzgeschmack in diesen Tagen gar nicht mal so schlecht: z.B. als süß-fruchtiger Salat mit Datten, Walnüssen und Äpfeln. Für 4 Personen nehme man hierfür: 2 Knollen Fenchel, 2 Äpfel (z.B. Braeburn), je eine Hand voll klein gehackter Datteln und Walnüsse sowie 1 EL Dill, welche man mit dem angerührten Dressing aus 3 EL Olivenöl, dem Saft einer ausgepressten Zitrone, 2 EL Ahornsirup, Salz & Pfeffer und dem Fenchelgrün vermengt und darin 20 Minuten vor Verzehr ziehen lässt.
Auf dass die Sonne nun wieder scheine!

Ohne Sauce nichts los.

10. Mai 2011

Es ist jedes Jahr das Gleiche. Mit den steigenden Temperaturen sinkt die Kalorien-nachfrage der Frauen. Salat-Hamsterkauf ist die Folge. Für die Bikinifigur, wie die gestählten Fitnesstrainerinnen und dünnen Heftchen einen leeren Bauch schönreden. Übrigens kein besonders schönes Wort: Bikinifigur. Erinnert irgendwie an überfüllte Strände in Gran Canaria. Zurück zum Salat. Von ihm gibt es inzwischen massig Variationen (die großstädtischen Salatbars verlangen dafür ein Vermögen). Doch ohne Dressing sind sie alle gleich: ziemlich geschmacklos! Genauso wie die Fertig-mischungen aus dem Supermarkt trotz voll von Geschmacksverstärker.
In Berlin gibt es jetzt neue, bessere Salatsaucen – probiert und für einwandfrei befunden auf dem Wochenmarkt am Zionskirchplatz. Für all diejenigen, die ihren Bio-Salat auch bereits fertig gestückelt und gewaschen kaufen (aber auch für alle anderen), ist “blattgold” genau das Richtige. Die Dressings zu je 150 ml sind nicht ganz günstig (3,60 Euro). Der Name ist Programm – gerade beim “Superior Dressing” mit echten Blattgoldflocken – und reicht für etwa vier Aufgüsse. Dafür wird das Dressing nicht gestreckt, künstlich aromatisiert oder machinell gefertigt. Und das schmeckt man. Produziert wird “blattgold” vom “Haus der feinen Kost” und ist beispielsweise auch am Samstag auf dem Hackeschen Markt erhältlich.

Tolle Knolle: Topinambur

22. Februar 2011

Einen intensiven Eigengeschmack hat Topinambur nicht, aber einen feinen. Die Knollen mit amerikanischen Wurzeln schmecken wie die frischere Schwester der Kartoffel, was auch die Alternativ-Bezeichnung “Erdbirne” suggeriert. Für eine Suppe nehme man: 1 Zwiebel, 500 g Topinambur, 2 Kartoffeln, 2 Petersilienwurzeln, 2 Stangensellerie, etwas Salz & Pfeffer, 200 ml Weißwein, 200 ml Sahne, 400 ml Gemüsefond, 1 Lorbeerblatt, 1 TL Honig, 2 TL Meerrettich.

Grüezi, du falsches Stück!

8. Februar 2011



Im Bild: Ein “Zürcher Geschnetzeltes”, ohne Mini-Rind, sondern den Gluten des Weizens, der Champion-Sahne-Weißwein-Soße so tückisch untergejubelt, dass der Freund darüber die (optische) Aversion gegen das braune Eiweiß vergessen sollte. Ebenjenem, nach dem die Chinesen so verrückt sind wie ich seit der ersten Kostprobe 1990 in Coburgs erstem und einzigem Vollwert-Restaurant. Ergo: Der Seitan kam, schmeckte und siegte! Auch als neutraler Schweizer.