(Intro: In den letzten Tagen gab es an dieser Stelle wenig Neues zu berichten. Das ziemt sich eigentlich nicht für ein Blog. Doch nach einem Jahr Festanstellung in der Werbung plus Nebenjobs kamen ein paar schreibfreie Tage sehr genehm – unter anderem mit einem Besuch der Thomas Struth-Ausstellung).
Am 26. Februar eröffnete die Ausstellung mit mehr als 100 Werken des ehemaligen Studenten von Bernd und Hilla Becher in der (ich meine: gelungen) umgebauten Kunstsammlung NRW. Sie zeigt die unterschiedlichen Werkgruppen und damit den künstlerischen Werdegang Struths – von den ersten Fotografien im New York der späten Siebziger, den Generationsporträts und der zweidimensional wirkenden, und damit an einen Rousseau erinnernden, Dschungel-Serie “Paradises”, die mein schwer auszumachender Favorit ist. In dieser Größe zeigen die Dokumentationen Struths den Einsatz der Großformatkamera natürlich sehr viel besser, als es die bekannten Bildbände können. Hervorzuheben ist außerdem der Ausstellungsführer, der jene Fotografien mit anderen Werken aus der Kunstsammlung vergleicht. Und wenn das nicht massig Berliner nach Düsseldorf ziehen sollte, weiß ich nicht.
Auf dem Programm für einen Besuch in der alten Heimat kommende Woche:
“(…) Seiner Zeit voraus, beschäftigte er sich bereits in den 1960er Jahren in Ausstellungen, Bühnenauftritten und Hörspielen mit unseren von der Reizüberflutung der Massenmedien beeinflussten Sehgewohnheiten und analysierte die Sprache von Fernsehen, Werbung und Fotografie. Analog zur Bildenden Kunst, die sich seit den 1950er Jahren mehr und mehr von den traditionellen Disziplinen wie Skulptur und Malerei löste, wurde in der Nachkriegszeit auch in der Literatur nach neuen, zeitgemäßen Ausdruckformen gesucht. Kriwet, dessen Wurzeln in der konkreten Poesie liegen, beschreibt sich selbst als visuellen Poet. Sein Interesse gilt der Sprache, die für ihn nicht nur Wort, sondern auch Bild ist. (…)”
Zum zweiten Mal findet diese Woche “Ausstellung “Menschen des 21. Jahrhunderts” des Styleclickers Gunnar Hämmerle und einem Bloggersalon diesen Donnerstag mit Alfons Kaiser (FAZ, Achtung) und Yorka Schmidt-Junker, Redakteurin des Medienpartners QVEST.
Zumal Düsseldorf nicht nur eine lange Mode-Historie sein Eigen nennt, sondern auch die Werbeindustrie, geben uns die Voices of Fashion (über das Logo und die Website bin ich immer noch nicht hinweg. Die Macher leider auch nicht.) noch einen kleinen Imagefilm mit auf den Weg, der Anstoss liefern soll, “jetzt Glamour und Kreativität aus der ganzen Welt zurückholen in die Stadt.” Doch der Introsatz klingt bereits etwas antiquiert: “Teure Kleider und hübsche Damen gehören nach Düsseldorf wie die Butter aufs Brot.” weiterlesen
Wenn die beste Freundin einen seit Monaten sträflich vernachlässigt, muss das einen guten Grund haben. Den hat es in diesem Fall auch. Und er ist gleich so groß, dass es sich fast lohnen würde, wieder ins ruhige Düsseldorf zu ziehen, wäre es in Berlin nicht so nett. Die gute Steffi steckt nämlich seit Anfang dieses Jahres alle Anstrengungen in ihren eigenen Vintage-Shop. Wovon sie mir übrigens schon bei unserem ersten Kennenlernen vor fünf Jahren vor- geträumt hat. Doch erst jetzt hat sie den perfekten Raum gefunden, in Düsseldorf Flingern auf der Ackerstrasse. Hier wird heute kräftig gefeiert. Und ich wäre zu gerne dabei. Also, trinkt zwei für mich mit und kauft die Regale leer! Wer mehr über NYRT erfahren will, hier gibt es den von mir verfassten Pressetext: weiterlesen
Im Westen nichts Neues? Oder etwa doch? Düsseldorf will am Wochenende ein zweites Zeichen dafür setzen, dass hier Mode nicht nur eine Angelegenheit der Königsallee ist: mit Voices of Fashion – ein Event, das als “Signal und Startpunkt für eine neue Ära der konstruktiven Kooperation der zahlreichen Kreativbranchen der Stadt – Mode, Textilwirtschaft, Design, Kommunikation, Musik, Kunst, Architektur und Presse” dienen soll. weiterlesen