Alle Artikel mit dem Tag ‘Dieter Rams’

Less is more #2

7. September 2011


All Credits: Philip Sinden

Der britische Fotograf Philip Sinden, der schon so manche Prominenz in ihrem Zuhause abgelichtet hat, hat Dieter Rams Privathaus in Kronberg im Taunus für dessen Monografie “As Little Design As Possible” porträtiert. Hat man sich irgendwie auch so vorgestellt, die Residenz des Braun-Chefdesigners: viel Weiß, maximal funktionalistisch und aufgeräumt bis in den kleinsten Winkel. Auch der heute so unzeitgemäß erscheinende, gekachelte Fußboden passt dazu. Warum es bei einem solchen stimmigen Interieur allerdings einen japanischen Garten braucht – das will mir nicht ganz aufgehen. Sei’s drum. Nach Aussage Rams war die japanische Kultur schon immer seine größte Inspirationsquelle. Deshalb eben: Bonsai statt Birke.

Zur Erinnerung (und Anwendung):
Dieter Rams’ 10 principles to “good design”
1. Good design is innovative
2. Good design makes a product useful
3. Good design is aesthetic
4. Good design helps us to understand a product
5. Good design is unobtrusive
6. Good design is honest
7. Good design is long-lasting
8. Good design is consequent to the last detail
9. Good design is concerned with the environment
10. Good design is as little design as possible




All Credits: Philip Sinden

Less and More: Rams retrospektiv

28. Juli 2010

Im Zusammenhang mit dem Thema Design stellt sich immer wieder die Frage nach dem „Weniger und Mehr“ bei der Gestaltung von Gebrauchs-gegenständen. Dabei geht es um mehr als um Minimalismus, Ästhetisierung oder eindimensionale Funktionalität. Dieter Rams hat Gestaltung immer umfassend gedacht und praktiziert. Seine 10 Thesen zu einem guten Design aus dem Jahr 1985 fordern sowohl Nützlichkeit, Verständlichkeit, Ehrlichkeit und Unaufdringlichkeit als auch eine hohe innovative und ästhetische Qualität, eine konsequente Detailgestaltung und nicht zuletzt Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit. Und schließlich soll gutes Design so wenig Design wie möglich sein.

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