Die Damenschuhe von Charles Jourdan sind bekannt aus feinen Vintageläden und den in den Sechzigern wie auch heute noch unwahrscheinlich progressiven Anzeigen von Guy Bourdin. Ich meine – mal ganz ehrlich – gibt es inzwischen vergleichbare Printwerbung bei den großen Labeln? Soweit ich mich durch die Modemagazine mit den Versalien geblättert habe, nicht. Aber zurück zu den Schuhen. Die gab es ja nun ein paar Jahre lang nicht, weil das Label schlichtweg pleite war. Heute – im Jahr Zwei der globalen Wirtschaftskrise – will Jourdan jedoch zeigen, dass Traditionsmarken mit einem durchweg guten Ruf sich immer noch verkaufen lassen. Natürlich nicht ohne das Fußkleid etwas aufzupimpen, bevor es im Herbst auf der Fashionweek in Paris präsentiert wird. Als Designer hat man sich hierfür Alexandra Neel ausgesucht, die schon bei Balenciaga für die hohen Hacken verantwortlich war. Ich bin wahnsinnig aufgeregt – wegen der Schuhe, die ich mir sowieso nicht leisten werden kann, und der Anzeigen.
Info Credits: BlackBook
wel-come back, Jourdan Shoes
29. Juli 2009Hussein Chalayan Sommerkollektion
29. Juni 2009
Passend zum Sommereinbruch: Wunderschön strahlendes Kampagnenfoto von Hussein Chalayan mit Luca Gadjus, fotografiert von ihrem Ehegatten Max von Gumppenberg.
# Now as it’s summer: Brilliant campaign ad from Hussein Chalayan, shot by Max von Gumppenberg, the husband of beautiful Luca Gadjus.
Karl bei Kerner
10. Juni 2009Ein kleines Amuse-Gueule vorm Schlafengehen: das gestrige Interview des Johannes B. Kerner mit Karl Lagerfeld. Ein Pistolenfeuer an schlagfertigen Antworten, ein Dialog wie ein schneller Staffellauf, eine Selbst-Porträtierung voller Exzentrik und Ironie. Nie langweilig, weil dem Designer auch die dümmsten Fragen nach Heidi Klum, Maillards Buch und seiner Nachtbekleidung nie zu blöd waren. So antwortete er wendig auf Kerners Frage, was er dazu sage, dass Seal ihn als “armen, alten Mann” beschimpfe: “Was weiß der über meinen Vermögensstand?” Auf die Frage, ob er Menschen nur nach ihrer Kleidung beurteile, sagte Lagerfeld: “Nein, denn manche haben nicht die Mittel dazu und andere sind daran nicht interessiert, deshalb wäre ich sehr oberflächlich, wenn ich Menschen nur nach ihrer Kleidung beurteilen würde.” Er erzählte freimütig, dass er am liebsten den ganzen Tag im Nachthemd zuhause beim Arbeiten verbringe, zu einem verlängerten Wochenende mit 15 Koffern und Privatjet reise, vierteljährlich einen Komplettcheck beim Arzt machen lasse, und erzählte das alles im Stehen, da Sitzen träge mache. Wir sahen den letzten absolutistischen Kaiser, aber das mit Genuss. Chapeau!
# If you speak German, you should defintely not miss Monsieur Karl Lagerfeld on this Late-Night-Show.