Britische Independent-Kostümfilme sind nicht jedermans Sache. Meine ja auch nicht, aber den werde ich mir tatsächlich einmal anschauen: “Young Victoria”, die Lebens- und Liebesgeschichte von Queen Victoria, gespielt von Emily Blunt (Sunshine Cleaning, The devil wears prada). Die junge Königin liebte nämlich Mitte des 19. Jahrhundert einen ganz besonders adretten jungen Mann: Prinz Albert (Rupert Friend) von – und damit wären wir beim casus knaxus – Sachsen-COBURG und Gotha. Der verließ ihr zuliebe das fränkische Herzogtum, zeugte neun Kinder und starb 42-jährig im kalten England. Hätte er die Königin mal besser in seine (und meine) Heimat mitgenommen.
Kurze Kitscheinlage: Young Victoria
18. September 2009In eigener Sache: Rumhängen im Garten Eden
1. August 2009
Oder eben so richtig in den Seilen hängen, das funktioniert ganz einwandfrei im Klettergarten bei Schloß Banz, bei Coburg. War ich zu Beginn noch so töricht und gab vor meiner kleinen Schwester zum Besten, dass ich fünfmal die Woche Sport treibe, praktisch die Fitheit in personam sei, und deswegen danach unbedingt noch wandern wolle – im Gottesgarten Frankens – war ich hinterher schlauer und um zwei Zentimeter Bizepsumfang reicher. Denn vor allem die letzte Route in 17 Meter Höhe, die ich alleine tätigte (wie gesagt: große Klappe plus kaum zu bändigende Abenteuerlust), war äußerst anstrengend. Weniger wegen des Kraftaktes, als vielmehr wegen der Balance, die mir nach wie vor fremd ist. Nicht der Rede wert, dass hinterher im Klosterbiergarten eine deftige Brotzeit folgen musste: für mich wie immer mit Weißem Käse.
In eigener Sache: Royaler Ruhm und rurale Rast
29. Juli 2009

Ich sagte es schon: Es geht trotz all dem royalen Prunk der letzten fünf Jahrhunderte (Ex-Herzogtum und so) ländlich zu in Coburg. Da holt man sich Gemüse, Gerste und Gladiolen auf dem Feld. Reinigt im Baggersee Körper und Geist von den Strapazen der Nahrungsmittelbeschaffung. Und zieht sich abends zurück in die steinerne Burg, die Veste Coburg – dort, wo es kühl ist und das Grillenzirpen weit weg. Bei Sonnenuntergang schließlich legt die Fängerin im Mais die Füße hoch, seufzt: Ach, was macht die Landluft müde, und führt den schäumenden Bierkrug voller Radler zum Mund.
Klassizismus in Coburg
26. Juli 2009

Ich habe 16 Jahre meines Lebens in Coburg verbracht – einer ziemlich langweiligen Kleinstadt in Oberfranken, die zugegebenermaßen nicht viele Reize zu bieten hat, wenn man zwischen 1972 und 1992 geboren wurde. Unabstreitbar prächtig ist jedoch der Schloßplatz mit den beiden klassizistischen Bauten meines Lieblingsarchitekten Schinkel: Schloß Ehrenburg und das Landestheater (das ehrlich gesagt von einem Schüler Schinkels stammt). Vor denen oder im Hofgarten, dem Park mit Veste dahinter, lässt es sich ganz wunderbar Zeit verbringen, neuerdings auch mit “Coffee to go” vom Stadtkonditor. In einigen Wochen singt hier auch der große Howard Carpendale.
Zu den Wurzeln: Ausflug nach Coburg
24. Mai 2009
Downtown Coburg

Designtage FH-Coburg