Nicht nur mir schlägt die Kälte derzeit eiskalt ins Gesicht, während der Körper in den arktistauglichen Nobel-Parka gehüllt ist. Vor allem die Berliner Obdachlosen haben eine bittere Zeit. Und es soll die Woche noch kälter werden – mit bis zu minus 20 Grad. Deswegen habe ich heute mit der Notübernachtung am Berliner Hauptbahnhof telefoniert, die zur Berliner Kältehilfe gehört und gefragt, was dort am Dringendsten benötigt wird. Das wären vor allem warme Männerklamotten – Jacken, Mützen, Schuhe, Socken, Schals. Aber auch über Lebensmittelspenden (Kaffee, Milch, Zucker, Obst, Jogurt) und Hundefutter würde man sich freuen.
Nun funktionieren Sachspenden ja am Besten, wenn man sie kanalisiert. Ich würde nun also einen Großeinkauf machen und gebrauchte Klamotten abholen, und alles Ende der Woche in die Lehrter Straße bringen. Wer nun eine Jacke oder 10, 20, 50 Euro übrig hat, kann mir dieses gerne zukommen lassen. Selbstverständlich, liebe Skeptiker, werden Einkauf und Übergabe dokumentiert.
Ansonsten auch immer gerne direkt spenden. Bankverbindung der Berliner Stadtmission steht hier: www.berliner-stadtmission.de
Und sollten Obdachlose nachts schlafend auf der Straße aufgefunden werden, bitte den Kältebus anrufen: November bis März, ab 21h: 0178 – 523 58 38
In eigener Sache: Spenden Kältehilfe
30. Januar 2012Godshot: Guter Kaffee
9. Januar 2012
Wie ich bereits einmal sagte: Ich bin, was Kaffee in öffentlichen Kaffeehäusern anbelangt, ein verdammt wählerisches Geschöpf. Der Kaffeemacher von gegenüber verachtet mich dafür, wenn er mit einem Löffel massenweise aufgeblasenen Schaum aus meinem Milchkaffee löffelt. Aber ist doch so: Ich lasse meine Haare ja auch nicht vom Maurer schneiden und will keine Pizza, gebacken von einer Gynäkologin. Ergo verlange ich auch einen Kaffee von jemanden, der sich mit dem Gebräu auskennt – und nicht von der Studentin, die nebenbei nur ein paar Euros verdienen will und den Kaffee viel zu heiß aufbrüht, sodass er bitter schmeckt. Liebe zum Handwerk – muss schon sein. In San Francisco wurde ich dahingehend ja ganz und gar verwöhnt: Ich schwelge immer noch in dichtem Kaffee, mit sanfter und zugleich kräftiger Crema und ohne Milchschaumschlägerei. Latte Macchiato ist so letztes Jahrzehnt! Worauf ich nun hinauswill: Ich habe auch in Berlin einen Platz gefunden, dem ich neben dem Lieblingslümmeladen “SLOERM” das Prädikat “einwandfreister Milchkaffee” verleihen kann: das Godshot im östlichen Prenzlauer Berg in der Immanuelkirchstraße 32. Dort gibt es drei verschiedene Kaffeesorten (nicht wie im Philz in San Fran über 20; reicht aber völlig), was ich zu Zwecken der Abwechslung sehr goutiere. Der Milchkaffee wird mit Milch aus einem Berliner Naturschutzgebiet gereicht. Außerdem wird ein kleines Kekschen dazu serviert – eine nette Geste, die irgendwo zwischen verlorenem Kännchen und Sojamilch woanders vergessen worden scheint. Und wer jetzt noch wissen will, wie man so guten Kaffee hinbekommt – kann an einem der Barista-Seminare teilnehmen. Ich wüsste da schon ein paar…
In eigener Sache: Katzenfreund/in gesucht!
11. November 2011


Meine liebe Freundin Hanna hat vor ein paar Wochen in der Skalitzer Straße, Berlin, einen scheinbar herrenlosen Kater gefunden, den sie Benni getauft hat. Nachdem sich keiner auf ihre Aushänge hin gemeldet hat bzw. ihr daraufhin mitgeteilt wurde, dass der Kater schon des Längeren in der Gegend herumstreune, hat sie ihn bei sich aufgenommen, kastrieren lassen und seine Ohrenentzündung behandeln lassen.
So weit, so gut. Hanna hat jedoch schon zwei Katzen. Ich habe auch schon einen Kater. Unser Freundeskreis besteht aus weiteren Tierbesitzern, Allergikern oder welchen, die einfach kein Tier wollen; meist aus Zeitgründen. Deshalb promoviere ich nochmal auf diesem Wege einen wirklich grundsympathischen, jungen Kater (ca. 1 Jahr alt), der keinerlei Stress macht, sondern stattdessen froh ist, endlich ein Dach über dem Kopf zu haben. Auch wenn es nicht das entgültige ist. Deshalb freuen wir uns über Interessenten oder Weiterverbreitung. Und wer sich Benni mal persönlich anschauen will, ist jederzeit auf einen Kaffee mit Keks eingeladen. Nachrichten bitte an mich. Danke für die Aufmerksamkeit.
Update: Benni ist unter der Haube und lebt la dolce vita bei Eva. Danke für die vielen Anfragen.
The battle is on.
10. November 2011
Weil ich Rap genauso schätze wie meine alte G-Shock von 1996 (die große Rote) hier mal ein Veranstaltungstipp: Am 27. November 2011 gibt es auf Kosten von G-Shock im Umspannwerk Kreuzberg eine, und das ist selten, große Portion Hip Hop Kultur in Berlin, inkl. Battle-Charakter. Es treten unter anderem an, auf den Seiten von G-Shock bzw. Splash! (dem ehemaligen Lieblingsfestival): das Marismoto Soundsystem versus Schowi & Palina in der Kategorie “Soundsystem”, Eklips (Paris) gegen Rahzel (The Roots) beim Beatboxen, sowie Anton Unai versus Burning Saxony im Bereich “Street Art”. Das Ganze beginnt um 20.30 Uhr und wird nicht allzu schnell zu Ende sein.
Trailer Park Avenue
18. August 2011

Ich habe ein Büro im Grünen gefunden. Es gehört mir zwar nicht alleine, liegt aber nur 30 Meter Luftlinie von der Wohnung entfernt, sodass ich im Nullkommanichts mit Laptop und in Flip Flop rübergeschlappt bin, um wahlweise an der großen Tafel oder in einem der alten DDR-Campingwagen Platz zu nehmen und meinen garantiert H-Milchfreien Kaffee zu trinken. Man kann diesen Ort auch als letzte Ruheoase an der Kastanienallee bezeichnen*. Denn davon gibt es wahrlich nur noch wenige. Mit Ausnahme eben des Trailer Parks, der keine Detroit-Assoziationen zulässt. Eigentlich sollte auf diesem Platze auch schon längst eines dieser neuen Loftgebäude stehen. Dauert aber zum Glück noch. Bis es soweit ist, werden im Garten der Kastanienallee 64 Konzerte veranstaltet, es wird Limo getrunken, gearbeitet oder – neu ab diesem Wochenende – ein Film angeschaut. Einen künstlerisch-philosophischen Hintergrund hat das Ganze auch noch. Dazu hier mehr.
* (Okay, Einschränkung: die Kids im Waldorfkindergarten nebenan vollführen mit ihren Betreuerinnen so manchen vitalen Reigen)