War Paul Krugman in seiner letzten Times-Kolumne zu Obamas Gesundheitsreform-VORHABEN noch gnädig, indem er die Hürden in den Vordergrund stellte, nannte er gestern die weit kostengünstigere Alternative “nonprofit co-ops” eine Schande: “Unfortunately, the president’s behavior in office has undermined that confidence.”
Mehr dazu hier.
Angry Paul
21. August 2009Das US-Gesundheitssystem reloaded?
24. Juli 2009Wie es die Zeit erfordert, schrieb Paul Krugman gestern in der NYT über Obamas Reformvorhaben im Gesundheitswesen. Noch in Wahlkampfzeiten hörte sich seine Amtsaufgabe Nummer 1 auf jeden Fall so an, als sei sie schnellstmöglich im Kongress durchzubringen (* man bedenke, dass ein alleinstehender Amerikaner in New York eine Versicherungs-Prämie von 900 Dollar monatlich (!) zahlt und eine ganze Familie Kosten von 2.500 Dollar zu tragen hat. Nicht umsonst leben knapp 50 Mio. Amerikaner ohne eine Krankenversicherung). Heute kämpft Obama genauso wie Hillary Clinton, die in den Neunzigern im Auftrag ihres Mannes ein Vorhaben für eine staatliche Krankenver-sicherung ausarbeitete, gegen einen immer größer werdenden Widerstand von Republikanern, Lobbyisten und nun auch von demokratischen Kreisen. Mehr im September, hat der Kongress doch erstmal die Abstimmung vorschoben.
Was Nobelpreisträger Krugman dazu sagt, hier in einigen Zitaten:
“To see what I mean, compare what Mr. Obama has said and done about health care with the statements and actions of his predecessor. President Bush, you may remember, was notably unconcerned with the plight of the uninsured. “I mean, people have access to health care in America,” he once remarked. “After all, you just go to an emergency room.” (…) Now President Obama is trying to provide every American with access to health insurance — and he’s also doing more to control health care costs than any previous president.”
“Many health care experts believe that one main reason we spend far more on health than any other advanced nation, without better health outcomes, is the fee-for-service system in which hospitals and doctors are paid for procedures, not results. As the president said Wednesday, this creates an incentive for health providers to do more tests, more operations, and so on, whether or not these procedures actually help patients.”
“Beyond that, I’d suggest that would-be health reformers won’t have the moral authority to confront our system’s inefficiency unless they’re also prepared to end its cruelty. (…) President Obama, by contrast, can link Medicare reform with the goal of protecting less fortunate Americans and making the middle class more secure.”
“As a practical, political matter, then, controlling health care costs and expanding health care access aren’t opposing alternatives — you have to do both, or neither.”
Hier geht’s zum ganzen Artikel.
Oh là là, Mr. President!
10. Juli 2009Obama in Kairo: ein Drahtseilakt
4. Juni 2009Oh Wunder! Wurde Obama noch im Vorfeld seiner Rede an die muslimische Welt im eigenen Land als “naiver Gutmensch” verklärt, lobt Peter Scholl-Latour die Ansprache heute als “mutig” und “grandios”. Obama sei den Muslimen damit “sentimental entgegengekommen”. Hinsichtlich der autoritären Regime hielt sich der US-Präsident allerdings bedeckt, er verurteilte nur die extremistischen Fehlgänger. Aber eine solche Rede wäre ja auch kein Versöhnungssignal gewesen.
Warum Obama? Erzählt meine Masterarbeit.
29. Mai 2009# I wrote my master thesis about the success factors of Barack Obama in the US-election 2008.
Hier die einleitenden Worte:
„(…) this campaign can’t only be about me. It must be about us – it must be about what we can do together. This campaign must be the occasion, the vehicle, of your hopes, and your dreams. It will take your time, your energy, and your advice – to push us forward when we’re doing right, and to let us know when we’re not. This campaign has to be about reclaiming the meaning of citizenship, restoring ou ur sense of common purpose, and realizing that few obstacles can withstand the power of millions of voices calling for change.” (Obamas Announcement Speech vom 10. Februar 2007)
Als Barack Obama am 10. Februar 2007 an einem kalten, aber sonnigen Wintertag seine Kandidatur für den Präsidentschaftswahlkampf 2008 am Alten Kapitol in Springfield (Illinois) ankündigte, entfachte er nicht zufällig Assoziationen mit Abraham Lincoln. Lincoln hatte an ebenjener Stelle vor fast 150 Jahren als Abgeordneter des Repräsen-tantenhauses seine bekannte „A House Divided”-Rede für die Einheit der Vereinigten Staaten von Amerika und gegen die Sklaverei gehalten. Mit der Wahl dieser symbol-trächtigen Stelle als Ort der Ankündigungsrede präsentierte sich Obama bewusst in der Nachfolge des ersten republikanischen Präsidenten, der das Land durch die Sezession und den Bürgerkrieg geführt hat – zurück zur nationalen Einheit. Auch er will die Politik der USA neu justieren, in erster Linie im Inneren, aber auch als Mitspieler und nicht als Dirigent eines multilateralen Mächtekonzerts. Das offenbarte der junge, farbige Senator von Illinois in seiner idealistischen „Announcement-Speech” ein Jahr vor den Vorwahlen. … weiterlesen
