13. April 2011
Credits: Haus der Kunst
Ein Besuch im “Haus der Kunst” lohnt sich in den kommenden Wochen nicht nur wegen der Ausstellung “Future Beauty” über japanische Mode (dazu hier bald ein Rückblick), die noch bis 19. Juni zu sehen ist. Seit vergangener Woche wird dort auch die Videokunst-Sammlung von Ingvild Goetz im Luftschutzkeller des kolossal-klassizistischen Ex-Nazigebäudes gezeigt, darunter Werke von u.a. David Claerbout, Willie Doherty, Harun Farocki und Omer Fast.
Die Sammlung bezieht fest die Kellerräume, allerdings in einem halbjährlichen, thematischen Wechsel. Die erste Ausstellung mit dem Namen “Aschemünder” reflektiert die historische Örtlichkeit, indem insbesondere Videoinstallationen im Kontext von Krieg und Gewalt zu sehen sind – jeweils in einem Einzelraum, abgeschottet von der (friedlichen) Wirklichkeit. Jedoch mit Bildern, die sich nicht so einfach ignorieren lassen wie das Coverbild der Tageszeitung. Kunst, die (sich) eben bewegt.
“Aschemünder”
Sammlung Goetz im Haus der Kunst
9. April bis 4. September 2011
9. März 2011



Credits: Kunstsammlung NRW, gosee.de, contemporaryartlinks.blogspot.com
(Intro: In den letzten Tagen gab es an dieser Stelle wenig Neues zu berichten. Das ziemt sich eigentlich nicht für ein Blog. Doch nach einem Jahr Festanstellung in der Werbung plus Nebenjobs kamen ein paar schreibfreie Tage sehr genehm – unter anderem mit einem Besuch der Thomas Struth-Ausstellung).
Am 26. Februar eröffnete die Ausstellung mit mehr als 100 Werken des ehemaligen Studenten von Bernd und Hilla Becher in der (ich meine: gelungen) umgebauten Kunstsammlung NRW. Sie zeigt die unterschiedlichen Werkgruppen und damit den künstlerischen Werdegang Struths – von den ersten Fotografien im New York der späten Siebziger, den Generationsporträts und der zweidimensional wirkenden, und damit an einen Rousseau erinnernden, Dschungel-Serie “Paradises”, die mein schwer auszumachender Favorit ist. In dieser Größe zeigen die Dokumentationen Struths den Einsatz der Großformatkamera natürlich sehr viel besser, als es die bekannten Bildbände können. Hervorzuheben ist außerdem der Ausstellungsführer, der jene Fotografien mit anderen Werken aus der Kunstsammlung vergleicht. Und wenn das nicht massig Berliner nach Düsseldorf ziehen sollte, weiß ich nicht.
Thomas Struth -Fotografien 1978 – 2010
26.02. – 19.06.2011
K20 GRABBEPLATZ
Düsseldorf
22. Februar 2011

Credits: Kunsthalle Düsseldorf
Auf dem Programm für einen Besuch in der alten Heimat kommende Woche:
“(…) Seiner Zeit voraus, beschäftigte er sich bereits in den 1960er Jahren in Ausstellungen, Bühnenauftritten und Hörspielen mit unseren von der Reizüberflutung der Massenmedien beeinflussten Sehgewohnheiten und analysierte die Sprache von Fernsehen, Werbung und Fotografie. Analog zur Bildenden Kunst, die sich seit den 1950er Jahren mehr und mehr von den traditionellen Disziplinen wie Skulptur und Malerei löste, wurde in der Nachkriegszeit auch in der Literatur nach neuen, zeitgemäßen Ausdruckformen gesucht. Kriwet, dessen Wurzeln in der konkreten Poesie liegen, beschreibt sich selbst als visuellen Poet. Sein Interesse gilt der Sprache, die für ihn nicht nur Wort, sondern auch Bild ist. (…)”
KRIWET — yester ‘ n ‘ today
Kunsthalle Düsseldorf
19. Februar bis 1. Mai 2011
14. Januar 2011
Heute findet die Eröffnung von Tellers Ausstellung “Paradis” bei Johann König statt, in deren Genuß ich bereits ein Jahr zuvor in der Frankenperle Nürnberg kommen durfte bzw. die in Paradis 5 nachzublättern ist. Morgen dann das Wiedersehen bei 032c. “Juergen Teller will present new photographs, selected for the vitrine in the 032c Workshop.” Übrigens: Auch die iPad App von Self Service #33 (danke an Mahret für den Tipp) verzeichnet eine Auswahl von Tellers Kate Moss-Fotografien, die ebenfalls im ZEITmagazin von dieser Woche zu finden sind. Das war’s jetzt aber auch.
5. Januar 2011

Credits: Galérie Jérôme de Noirmont
Valérie Belin stellt noch bis zum 27. Januar in der Galerie Jérôme de Noirmont aus. “Valérie Belin travaille ici en deux temps: elle réalise deux images distinctes, d’abord le portrait d’une femme élégante dans une esthétique très années 50, puis un bouquet de fleurs qui sera associé au portrait pour constituer l’oeuvre finale en « incrustant » les deux images l’une dans l’autre. Résulte de cette imbrication une image surprenante, évoquant une forme particulièrement sophistiquée de surimpression.” weiterlesen