


Meine liebe Freundin Hanna hat vor ein paar Wochen in der Skalitzer Straße, Berlin, einen scheinbar herrenlosen Kater gefunden, den sie Benni getauft hat. Nachdem sich keiner auf ihre Aushänge hin gemeldet hat bzw. ihr daraufhin mitgeteilt wurde, dass der Kater schon des Längeren in der Gegend herumstreune, hat sie ihn bei sich aufgenommen, kastrieren lassen und seine Ohrenentzündung behandeln lassen.
So weit, so gut. Hanna hat jedoch schon zwei Katzen. Ich habe auch schon einen Kater. Unser Freundeskreis besteht aus weiteren Tierbesitzern, Allergikern oder welchen, die einfach kein Tier wollen; meist aus Zeitgründen. Deshalb promoviere ich nochmal auf diesem Wege einen wirklich grundsympathischen, jungen Kater (ca. 1 Jahr alt), der keinerlei Stress macht, sondern stattdessen froh ist, endlich ein Dach über dem Kopf zu haben. Auch wenn es nicht das entgültige ist. Deshalb freuen wir uns über Interessenten oder Weiterverbreitung. Und wer sich Benni mal persönlich anschauen will, ist jederzeit auf einen Kaffee mit Keks eingeladen. Nachrichten bitte an mich. Danke für die Aufmerksamkeit.
Update: Benni ist unter der Haube und lebt la dolce vita bei Eva. Danke für die vielen Anfragen.

Weil ich Rap genauso schätze wie meine alte G-Shock von 1996 (die große Rote) hier mal ein Veranstaltungstipp: Am 27. November 2011 gibt es auf Kosten von G-Shock im Umspannwerk Kreuzberg eine, und das ist selten, große Portion Hip Hop Kultur in Berlin, inkl. Battle-Charakter. Es treten unter anderem an, auf den Seiten von G-Shock bzw. Splash! (dem ehemaligen Lieblingsfestival): das Marismoto Soundsystem versus Schowi & Palina in der Kategorie “Soundsystem”, Eklips (Paris) gegen Rahzel (The Roots) beim Beatboxen, sowie Anton Unai versus Burning Saxony im Bereich “Street Art”. Das Ganze beginnt um 20.30 Uhr und wird nicht allzu schnell zu Ende sein.
Freunde von Freunden
5 Dinge
The Talks
Es tut sich diesen Sommer wahrlich eine Menge, was neue (und alte) Interview-Portale angeht: “Freunde von Freunden” lancierten gestern nach einer langen Durststrecke endlich ihren neuen Internetauftritt (mit reichlich Bier). Die neue Website wird die bislang ausschließlich in Berlin (u.a. von mir) geführten Interviews und die dazugehörigen Fotostrecken um Porträts aus Paris, London, Sao Paulo und Los Angeles erweitern. Man darf gespannt sein! Auch auf das im Herbst beim Distanz Verlag erscheinende Buch, an dem gerade mit Hochdruck an den letzten Zügen gearbeitet wird.
Daneben entstanden aber auch ein paar neue Pflänzchen, die mir gut gefallen:
Zum Beispiel “5 Dinge“, gegründet von den Journalistinnen Okka Rhod und Dorothea Sundergeld und der Art Directorin Karolina Stasiak. Hier werden, ebenfalls mit einem globalen Fokus, im Gegensatz zu den “Lovely Lovelies” von “This is Jane Wayne” gleich 5 Lieblingsstücke mit ihrer Geschichte vorgestellt. Und zwar nicht nur die des bekannten Designers, sondern auch diejenigen der Krankenschwester aus Lübeck oder der Viertklässlerin aus Hamburg. Ein schöner Ansatz. Nur die einzelnen Texte würden etwas kürzer vielleicht noch besser funktionieren.
Auch seit Anfang des Sommers online und erst vergangene Woche zufällig entdeckt ist “The Talks“, das äußerst ansprechend gestaltete Interviewportal von Johannes Bonke und Sven Schumann. Die beiden haben im Laufe ihrer Journalistenlaufbahn allerlei Prominenz interviewt – zum Beispiel das Künstlerpaar “Gilbert & George“, den Designer Yohji Yamamoto oder Hollywood-Homie Colin Farrell, und sie dabei immer sehr offen gefragt, z.B. Farrell: “Do you drink at all anymore?” “Nah, I just have no desire to do that anymore. I am very fucking lucky that way, that it’s not something I white-knuckle my way through, that it’s not something that I feel like I am lacking in my life.”
Dann darf man sich ja Anfang 2012 auf die deutsche (Online-)Ausgabe des renommierten Interview-Magazines freuen, deren Webpart die werte Jessica Weiss leiten wird. Ihre Ex-Kollegin Julia Knolle führt derweil schon seit einer Weile den “People-Blog” auf Vogue.de, auf dem ähnlich “Freunde von Freunden” – jedoch weniger bildlastig – Berliner Persönlichkeiten interviewt werden (fotografiert von Mary Scherpe), inklusive eines konstanten Kurz-Fragebogens. Nur die Münchner, Hamburger uvm., die fehlen noch.
Wenn sich bei dieser geballten Auswahl an neuen Interview-Blogs und -Portalen Dopplungen vermeiden lassen, dürfte ja jede Vorliebe bedient werden, oder?


Ich habe ein Büro im Grünen gefunden. Es gehört mir zwar nicht alleine, liegt aber nur 30 Meter Luftlinie von der Wohnung entfernt, sodass ich im Nullkommanichts mit Laptop und in Flip Flop rübergeschlappt bin, um wahlweise an der großen Tafel oder in einem der alten DDR-Campingwagen Platz zu nehmen und meinen garantiert H-Milchfreien Kaffee zu trinken. Man kann diesen Ort auch als letzte Ruheoase an der Kastanienallee bezeichnen*. Denn davon gibt es wahrlich nur noch wenige. Mit Ausnahme eben des Trailer Parks, der keine Detroit-Assoziationen zulässt. Eigentlich sollte auf diesem Platze auch schon längst eines dieser neuen Loftgebäude stehen. Dauert aber zum Glück noch. Bis es soweit ist, werden im Garten der Kastanienallee 64 Konzerte veranstaltet, es wird Limo getrunken, gearbeitet oder – neu ab diesem Wochenende – ein Film angeschaut. Einen künstlerisch-philosophischen Hintergrund hat das Ganze auch noch. Dazu hier mehr.
* (Okay, Einschränkung: die Kids im Waldorfkindergarten nebenan vollführen mit ihren Betreuerinnen so manchen vitalen Reigen)