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Kurzes Update: Spendenaktion

3. Februar 2012


Nach einem Spendenaufruf (für warme Klamotten und Geld für Lebensmittel) an dieser Stelle und bei Facebook, wo ich nicht viele, aber sehr gute Freunde habe, kamen in 4 Tagen zusammen: 13 Säcke warme Klamotten, Decken und Schlafsäcke sowie Lebensmittel für 350 Euro (Wahnsinn!!!), die gestern abend und heute eingesammelt, verladen und zur Notunterkunft in der Lehrter Straße gebracht wurden, wo man sich wirklich sehr darüber freute. Besten Dank allen Beteiligten!!! Julia

PS: Wer selbst mal etwas zu spenden hat, findet hier garantiert die richtige Adresse: kaeltehilfe-berlin.de (Am besten vorher mal kurz anrufen, was gebraucht wird)

In eigener Sache: Spenden Kältehilfe

30. Januar 2012

Nicht nur mir schlägt die Kälte derzeit eiskalt ins Gesicht, während der Körper in den arktistauglichen Nobel-Parka gehüllt ist. Vor allem die Berliner Obdachlosen haben eine bittere Zeit. Und es soll die Woche noch kälter werden – mit bis zu minus 20 Grad. Deswegen habe ich heute mit der Notübernachtung am Berliner Hauptbahnhof telefoniert, die zur Berliner Kältehilfe gehört und gefragt, was dort am Dringendsten benötigt wird. Das wären vor allem warme Männerklamotten – Jacken, Mützen, Schuhe, Socken, Schals. Aber auch über Lebensmittelspenden (Kaffee, Milch, Zucker, Obst, Jogurt) und Hundefutter würde man sich freuen.
Nun funktionieren Sachspenden ja am Besten, wenn man sie kanalisiert. Ich würde nun also einen Großeinkauf machen und gebrauchte Klamotten abholen, und alles Ende der Woche in die Lehrter Straße bringen. Wer nun eine Jacke oder 10, 20, 50 Euro übrig hat, kann mir dieses gerne zukommen lassen. Selbstverständlich, liebe Skeptiker, werden Einkauf und Übergabe dokumentiert.
Ansonsten auch immer gerne direkt spenden. Bankverbindung der Berliner Stadtmission steht hier: www.berliner-stadtmission.de
Und sollten Obdachlose nachts schlafend auf der Straße aufgefunden werden, bitte den Kältebus anrufen: November bis März, ab 21h: 0178 – 523 58 38

Ein Weihnachtsgruß von Sonja Heiss.

25. Dezember 2011

Bild: Sonja Heiss

Sonja Heiss (“Hotel Very Welcome”) hat ein Buch geschrieben: “Das Glück geht aus” heißt es und ist kürzlich im Bloomsbury Verlag erschienen. Darin werden die Geschichten von jungen, weltgewandten Frauen erzählt, die einen sozialen Curriculum Vita ihr Eigen nennen, und trotzdem nicht alles haben – zum Erreichen des absoluten Glückszustandes. Wäre ja auch zu schön, zu unrealistisch. Die Kurzgeschichten von Sonja Heiss begegnen sich stattdessen im Alltäglichen und sind doch etwas ganz Besonderes: Wegen der mal ironisch, mal genervten Dialoge, die in klarer, nicht verschwurbelter Sprache dokumentiert werden, und der zutiefst ehrlichen Einblicke in die Gefühlswelten der ewig Zögernden. Als Erfüllungsort dient nicht selten das Ausland, zum Beispiel Panama oder Kanada, was der fernwehleidigen Leserin gut gefiel. Ich habe Sonja Heiss deshalb, im leeren und regnerischen Vorweihnachts-Berlin, nach ihrem persönlichen Lieblingsplatz befragt. Sie sagt:

Es gibt für mich keinen Lieblingsplatz oder Lieblingsort. Je nachdem wie ich mich fühle, ist der Ort, der für mich Glück bedeutet, ein anderer.

Wenn es draußen regnet, im Winter, dann ist es unsere Couch, doch die mag ich nicht, wenn die Sonne scheint.

Wenn ich Hunger habe, ist es Italien.

Wenn ich Fernweh habe, ist es Asien. Oder ein Roadtrip durch die USA. Motels und seltsame Orte, riesige Supermärkte und immense Natur, keine Kultur, viele Tankstellen und Burger Stores.

Wenn ich mich langweile, ist es ein Buch. Wenn mich ein Gefühl der Monotonie befällt, ist es Wein. Egal wo. Oder ein Flughafen.

Wenn ich nachdenken will, sind es die Alpen.

Wenn ich Roth, Updike etc. lese, will ich an der US-Ostküste leben. Ich glaube dann, dass ich z.B. nach Neu England gehöre oder nach Conneticut, und Professorin werden muss oder Ehefrau natürlich.

Wenn ich abenteuerlustig bin, ist es ein Ort, an dem ich nie war, Havanna, Island oder die Cook Inseln. Oder es ist der Atlantik, weil sich dort alles surreal anfühlt. Oder ein Auto, das einfach nur fährt.

Ganz selten ist es München, die Stadt, aus der ich komme, und oft dreht es sich dort nach einer kurzen Weile wieder ins Gegenteil.

Die einzige mir bekannte Stadt, außer Berlin, in der ich für eine Weile leben könnte, ist Los Angeles.

Hotels gehören übrigens auch zu meinen Lieblingsorten. Sie müssen irgendwie besonders sein. Ob schick oder schäbig. Egal.

Schöner als New York ist nur Südtirol.

19. Dezember 2011

Ich war gerade für einen Job drei Tage in Südtirol – genauer gesagt in Meran, Bozen und auf dem Berg, im perfekten (!) Hotel. Die kulinarischen Erlebnisse waren wie immer reichlich. Ich meine, wo es Pasta und Knödel gibt, Tramezzini und Vinschgauer, hausgemachtes Bircher Müsli und besten Rotwein, und vor allem die BERGE, da lässt es sich wohl noch länger aushalten. Deshalb mache ich mich mal an die Planung, um nach der fulminanten Kalifornien-Tour eine Südtirol/Österreich/Italien-Tour fürs nächste Frühjahr zur Apfelblüte zu planen. Bis dahin überbrücke ich die Zeit mit dem mitgebrachten (Schüttel-)Brot, Wein und Knödeln. Allora!














Friends.

8. Dezember 2011


Noch ein Nachtrag: Diesen Monat ist das Buch von “Freunde von Freunden Berlin” nach, ich kann das bezeugen, jede Menge Arbeit, im Distanz-Verlag erschienen. Ein Gros der Texte stammt aus meiner Feder, die Bilder kommen wie jeher gut von Ailine, das Art Work ist von Katrin. Was nicht heißt, dass nicht viele weitere, spruchreife Personen an diesem Projekt beteiligt waren; wie die Gründer natürlich. Und die Gäste – die dürfen ebenso wenig vergessen werden. Unter ihnen alte Bekannte wie Christiane Bördner und Marcus Gaab, Conrad Fritzsch und Andrea Willson. Sowie einige neue Gesichter, z.B. der Verleger selbst: Christian Boros mit Frau Karen. Das Buch erfreut sich bereits nach kürzester Zeit auch außerhalb der Hauptstadt an Beliebtheit. So fand es in diesen Tagen bei Colette und im Palais de Tokyo in Paris ein neues Zuhause und wird bald auch New York bereichern. Auf gute Freundschaft!