
Neues Interview für “Freunden von Freunden“: mit Christiane Bördner, Herausgeberin des “I love you“-Magazines und Marcus Gaab, Fotograf. Ein Auszug:
Christiane Bördner und Marcus Gaab sind schon sehr lange zusammen, beruflich und privat. Kennengelernt haben sie sich an der renommierten Folkwang-Universität in Essen vor 18 Jahren: stilecht auf der Erstsemesterparty. Einige Semester darauf waren die Kommunikationsdesign-Studenten neben ihren Seminaren gemeinsam für Modelabels wie „Stone Island“ tätig (…). Seitdem hat sich an der eingespielten Erfolgskonstellation, die als „Agentur E“ firmiert, recht wenig geändert. Es sei denn geographisch. Zur Jahrtausendwende zogen Christiane und Marcus vom Rheinland respektive Köln, der Medienhochburg der neunziger Jahre, nach Berlin. (…).
Das Magazin hat verhältnismäßig wenig Anzeigen. Steckt dahinter eine Absicht?
Christiane Bördner: Mir ist es natürlich wichtig, dass ich unser Projekt finanziert bekomme. Momentan finanzieren wir das Magazin größtenteils über unsere Firma, wenn sich auch über das Magazin mehr Projekte für die Firma ergeben. So war das ursprünglich auch gedacht. Es wäre allerdings schön, wenn das Magazin so viel Geld einbringen würde, dass es sich selbst trägt und wir eine Redaktion finanzieren können. Momentan profitiere ich noch von vielen Leuten, die mir aus Enthusiasmus helfen.
Marcus Gaab: Das Spannende ist, dass wir gemerkt haben, dass wir über den alleinigen Verkauf nichts zurückbekommen an investiertem Geld. Da wir „I love you“ international in 15 Ländern verkaufen, sind die Lieferkosten sehr hoch…


Kostas Murkudis, deutscher Modedesigner mit internationalem Ruf, wurde 1959 in Dresden geboren und wohnt nach Aufenthalten in München oder Wien wieder in Berlin. Hier studierte er bereits am Lette-Verein Modedesign und betreibt heute im Westen der Stadt erfolgreich sein gleichnamiges Label. Dazwischen kam es zu Intermezzi bei Wolfgang Joop, Helmut Lang oder als Chefdesigner bei New York Industries, bevor er sich erneut der eigenen Linie widmete. Diese ist geprägt von anspruchsvollster Schneidertechnik im Spiel mit den Materialien. Und verlangt nicht nur deshalb einen zweiten Blick auf die gewissenhafte Komposition aus Farbe und Form – so auch bei Murkudis’ aktueller Herbst-/Winter-Kollektion, die aus einer Vielzahl von konstruktivistisch-skulpturalen Einzelmomenten in Gold, Gelb, Schwarz und Weiß besteht. Daneben ist Murkudis offen als Gastdesigner für andere Unternehmen tätig und zeichnet sich für Kooperationen mit Schiesser, der Schuhmanufaktur Ludwig Reiter, Johnstons Cashmere, Karstadt oder seit Anfang dieses Jahr mit dem italienischen Taschenlabel Coccinelle verantwortlich. Murkudis’ Herangehensweise an Mode entspricht auch der Art, wie er Antworten liefert: Gewählt, bedacht und unprätentiös auf den Punkt. Was kaum verwundert, denn er war es, der einmal über seine Profession sagte: “Mode ist Kommunikation. Es ist das Mittel, mit dem ich mich auf die bestmögliche Art ausdrücken kann.”Zum Interview über künftige Projekte, Inspirationen und das Erbe seiner Tätigkeit bei Helmut Lang für 