Watch me at 0:25 – Langnese Kult Spot

8. März 2010

Ich habe früh angefangen, eigenes Geld zu verdienen. Ich war ein Kinderarbeiter, beflügelt von den schauspielerischen Verdiensten der Mutter und einem kleinen Taschengeld. So sprach ich nach der Schule und ohne Wissen der Eltern um die Ecke bei Tele5 vor und verdiente schon in der 1. Klasse mein Geld mit der Werbung. Lebensstation war schließlich München Schwabing – ein Ort, an dem Mitte der Achtziger alles möglich schien: The Bavarian Dream. Hier wurde alle zwei Wochen in der Schule ein Casting durchgeführt. Und um einzigartig zu bleiben, legte ich mir bald einen Künstlernamen zu. Drei Julias in der Klasse waren einfach zu viel. Ab der Hälfte der 1. Klasse war ich nur noch Juliane und bedauerte vor dem Lehrerkollegium die fehlerhafte Eintragung der Eltern so glaubwürdig, dass mein Jahreszeugnis ausgestellt wurde auf eine Juliane Stelzner, die mitunter durch ihr “rechthaberisches Verhalten” auffiel. Daraus hat die Mutter gelernt, meine kleine Schwester wurde ein Jahr darauf mit einem japanischen Männernamen gesegnet.
Einen 4-Sekünder-Erguss meiner Nebentätigkeit gibt es hier zu sehen. Seitdem kann ich übrigens kein Cornetto Nuss mehr essen, ohne an Spülmittel zu denken. Was ich damit sagen will? Eigentlich nichts! Ich komme damit einfach nur der Bitte einer Freundin nach, wieder mehr persönliche Anekdoten zu erzählen. Und ich denke, diese hier hat sogar für sie Neuigkeitswert. Außerdem mag ich das Video immer noch!

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