Mädchenmusik: Goldfrapp’s Head First

23. März 2010

Wenn ich von Goldfrapp erzähle, muss ich an einen fulminanten Auftritt bei MTV-Designerama 2005 denken, als Alison Goldfrapps Outfit die gezeigten Kollektionen mit Abstand übertraf. Nun hat sich das neueste Album “Head first” (Mute/EMI) bei mir eingeschlichen und klingt so verträumt wie das Cover im Stil eines BRAVO Girl Posters von 1993 aussieht. Das ist Musik, die wir vor dem Weggehen am Samstag abend hören und die nicht nur farblich zu unserem süßen Rosé-Sekt passt. Mit neun mehr oder weniger homogenen Songs, die uns nicht vom aufgeregten Erzählen ablenken, sondern sanft begleiten. Auch wenn wir für das alles eigentlich schon viel zu alt und seriös sind. Oder zumindest so tun, als ob. “Head first” ist eine CD, die uns mindestens 10 Jahre jünger macht. Synthi-Songs, die auch in den Achtzigern bei “Miami Vice” gelaufen sein könnten, die aber wesentlich softer und wärmer sind. Es ist gewiss kein Album für die Ewigkeit. Auch gehen 40 Minuten Spielzeit schnell vorbei. Aber mehr Tracks braucht es nicht. Wir hatten ein stressiges Jahr 2009. Etwas optimistische Elektropop-Mucke kann uns jetzt nicht schaden.

2 Kommentare

  1. Schöner Artikel, schönes Cover und schöne Musik…hätte so gerne auch ein Poster

    von Katrin | 24. März 2010
  2. Das Cover kann man übrigens als miniposter aufklappen.

    von Julia Stelzner | 24. März 2010

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