Fleischeslust und Fleischesfrust

12. April 2010

Welches Schicksal sich unter der Schutzfolie der Wurstverpackung verbirgt, unter welchen Bedingungen ein Tier gehalten, transportiert oder geschlachtet worden ist, erkennt der Kunde nicht. Er sieht vor allem auf den Preis. (…) Die Mastzeit eines Hähnchens beträgt sechs bis acht Wochen, die eines Kalbs drei Monate. Ein Schwein ist oft gerade mal ein halbes Jahr alt, wenn es zur Schlachtbank geführt wird. Zucht, Mast, Schlachtung – sie sind im industriellen Maßstab organisiert und konzentriert. Und zwar weltweit.

Auszug aus der aktuellen ZEIT: Respekt. Affenversuche und Massentierhaltung.

5 Kommentare

  1. Dabei finde ich gibt es bei der Qualität kaum so große Unterschiede wie zwischen Biofleisch und Fleisch aus gewöhnlicher Tierhaltung. Und seitdem sogar Discounter Biofleisch im Angebot haben, würde ich es mir wünschen, dass die Leute dafür mehr Geld ausgeben.

    von Patricia | 12. April 2010
  2. Oder sich eben mal die Mühe machen und zum Bauernhof bzw. Markt in der Nähe fahren bzw. einem Metzger, der zertifiziertes Fleisch anbietet. Weitergedacht geht dann natürlich nicht die 1 Euro Currywurst oder das Grillpaket für 3 Euro.

    von Julia Stelzner | 12. April 2010
  3. Habe ich am Donnerstag auch gelesen, den Teil der ZEIT und traurig macht er mich. Weil es leider so wahr ist und ich jedesmal schlucke, wenn ich mein Biofleisch kaufe, weil es doch so sehr viel teurer ist, aber es eben so viel kostet, wie es kostet, das “gute” fleisch und ich dann auch viel bewusster esse und mich auch oft frage, ob es denn jetzt tatsächlich sein muss, also eher fleisch esse, weil es mein körper gerade gerne haben möchte und nicht weil ich es gewohnt bin, fleisch zu essen. ist aber doch genauso wie mit den klamotten. discoutner versauen das gefühl für die wertigkeit der dinge…

    von mahret | 12. April 2010
  4. Ich höre es oft, dass der Körper nach Fleisch verlangt. Aus eigener Erfahrung kenne ich das Gefühl nicht, aber wahrscheinlich esse ich es deswegen auch nicht.

    von Julia Stelzner | 12. April 2010
  5. Den Artikel habe ich auch gelesen und gedacht wie wichtig es ist immer und immer wieder auf diesen Mißstand hinzuweisen. Das Thema scheint nicht mehr en vogue zu sein, jedenfalls war der ZEIT Artikel der erste, den ich, bewusst, in diesem Jahr gelesen habe. Dabei ist es so einfach auf die Produkte zu achten, die man kauft und sich die Frage zu stellen “Ist das wirklich Bio?” (und das Beispielsweise auch bei Eiern). Ich esse seit jeher ausschließlich Bio Fleisch, allerdings habe ich das Glück, dass meine Eltern schon immer auf dem nahgelegenen Bauernhof, oder beim BioMetzger das Fleisch eingekauft haben und niemals zu Fleisch aus der Kühltheke griffen. Wenn ich woanders esse und nicht weiß woher das Fleisch stammt, verzichte ich einfach drauf. So einfach ist das.

    von Corinna | 13. April 2010

Kommentar schreiben