Wenn Elektrofirmen Produktrezensionen für vermeintlich modische Handies anfragen, Klamottenlabels ungefragt ihre neuesten Kollektionen schicken oder PR-Agenturen nach den Visits fragen als ginge es hierbei um männliche Eroberungen, sind das erste Annährungsversuche, die beim als Multiplikator auserkorenen Blog auf offene Arme bzw. gelenkte Berichte stoßen wollen. Insofern das Montoring funktioniert hat. Doch das wird oft gar nicht erst in Erwägung gezogen.
Es sei denn, es handelt sich um Einladungen für Modenschauen. Da ist Herzklopfen bei den Adressaten/-innen vorprogrammiert. Weil die Anwesenheit (vielmehr als der Bericht danach) sicherlich Indiz dafür ist, Teil eines elitären Kreises, der Mode- Oberschicht, zu sein.
Es ist schon ein schwieriges Verhältnis von Liebe und Gegenliebe. Von Zuwendung und Ablehnung. Von Angebot und Nachfrage auf beiden Seiten.
Wie lange wird es wohl dauern, bis sich in der Medienwissenschaft erste Intersystembeziehungen von PR und Bloggern (analog zu denen der Journalisten) konkretisieren lassen. Trifft hier etwa auch die Intereffikationsthese (Günther Bentele) zu, nach der Public Relations und Blogs wechselseitig aufeinander Einfluss nehmen – zum beiderseitigen Nutzen? Das setzt natürlich voraus, dass beide Parteien sich gerne auf diese Amour fou einlassen.
Oder, eine andere Variante, sollte man anstelle dessen nicht eher die Beziehung von Journalismus und Bloggern definieren, da es gang und gäbe ist (auch an dieser Stelle), dass Blogger (Leit-)Artikel zitieren und weiterführen oder sich Redakteure hier und da von Blogwellen inspieren lässt?
tjaaaaaaaaaa. lass mal nach donnerstag darüber reden!
[...] eingehenden Beschäftigung mit dem Beziehungsgeflecht PR-Modeblogs bietet die re:publica 2010, die deutsche Social Media- und Blog-Konferenz, die morgen bis Freitag [...]