Brandt, Gorbatschow, Mandela, Obama.

10. Oktober 2009

Barack Obama hat vor knapp einem Jahr die amerikanische Präsidentschaftswahl gewonnen. Für diesen erdrutschartigen Wahlsieg gab es viele Gründe. Er versprach, die Kriege in Afghanistan und dem Irak, die er freilich nicht begonnen hat, verantwor-tungsvoll zu beenden und seinem Land eine gesetzliche Krankenvorsorge zu geben, wovon es seit Jahrzehnten träumt – zuletzt unter Bill Clinton. Guantánoma Bay, der amerikanische Schandfleck, soll geschlossen werden und die Welt besser heute als morgen frei von Atomwaffen sein.

Das alles sind hoffnungsvolle Aussichten, die irgendwie auch alle selbstverständlich sind, aber deren sich bisher keiner glaubwürdiger angenommen hat als Barack Obama – auch wenn die reale Umsetzung in den genannten Bereichen noch recht holprig verläuft. Die Last wiegt schwer. Doch zumindest das außenpolitische Klima hat sich im letzten Jahr verbessert.

Deswegen bekam Barack Obama vom Osloer Friedensnobelpreiskommittee gestern reichlich Vorschusslorbeeren. Und wird wieder einmal in der Nachfolge von Martin Luther King genannt. Die erste Reaktion: Ein ungläubiges “Wow”. Die zweite: “Ich habe das nicht verdient!” Das Potential, diesen Preis auch in 20 Jahren verdient zu haben, ist sicherlich vorhanden. Die Determinanten auch. Eine Win-Win-Situation sieht anders aus.

Veni, vidi, vici? Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt!

1 Kommentar

  1. Ich seh das ganz genauso, Obama hat sich den Nobelpreis zwar (noch) nicht verdient, aber er lebt die Vision die USA und die Welt nachhaltig zum besseren zu verändern.

    von michael | 15. Mai 2010

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