Es ist mal wieder soweit, dass die sich vegetarisch ernährende Bloggerin die Moralkeule schwingt, weil sie – schon wieder – in der ZEIT bzw. deren Beilage “Mahlzeit”- einen ganz hervorragend recherchierten und aufbereiteten Artikel zum Fleischkonsum gefunden hat. Ja ja, ich höre sie gewiss schon aufheulen, die Wölfe in meinem Freundeskreis und Leserzirkel, die als Auftakt zu einem grandios sonnigen Wochenende bereits über das nächste Grillgut philosophieren. Darf ich euch trotzdem diesen Auszug aus folgendem Artikel ans Herz legen, ja?
Es tut auch nicht weh. Und ich grill euch dann mal ‘ne ordentliche Zucchini anstatt immer nur den Salat zu schnippseln (Nicht wahr, da läuft das Wasser im Mund zusammen?!). Doch beschweren will ich mich nicht, das mache ich beim nächsten Mal, wenn ihr euch im Möbelhaus einen 1 Euro Hot Dog oder im Supermarkt 500g in Kräuter eingelegte Hähnchenfilets kauft, die weniger Kosten als eine Schachtel Kippen. Big Love!
Welches Fleisch also essen? Für die Umwelt, die Tiere und das Klima wäre ein totaler Verzicht das Beste. Um aber auch den Bedürfnissen des Menschen gerecht zu werden, rät zum Beispiel Foodwatch zu Fleisch und Milch aus ökologischer Landwirtschaft – davon aber wenig. Eine Empfehlung, der sich die meisten Experten anschließen können. Der geringeren Produktivität bei der Herstellung müsse man eben mit niedrigerem Konsum entsprechen.
Konkret hieße das: Statt derzeit durchschnittlich 60 Kilogramm Fleisch sollte jeder Bundesbürger nur noch 20 Kilo pro Jahr essen. Auf ein Drittel der Milchprodukte und auf jedes zweite Ei sollte er verzichten. Das wäre wohl auch gesünder, entspräche es doch in etwa den Mengen, welche die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt.
Doch öffentlich zu Verzicht aufzurufen ist heikel.
(“Unsere Liebe zum Tier” von Hanno Charisius sollte man hier nachlesen)