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Das SZ-Magazin greift den Neokonservatismus in der Mode auf und betituliert die letzte Ausgabe als: “Die Konterrevolution. Jetzt hat Deutschlands Jugend endlich ein Stil-Vorbild, das altlinke Eltern schockt: Karl-Theodor zu Guttenberg.” So so. Da haben wir also den Salat: Die hochgeklappten Polohemden mit Pomade im Haar und Pulli lässig über die Schultern geknotet und die Reiterstiefeldamen mit Longchamps-Tasche, an der ein Hermès-Tuch drapiert ist (unisex vor allem in Nichtadelskreisen gerne gesehen: der Siegelring), wähnen sich nun einer breiten Lobby. Doch weit gefehlt. Die Streber, die sich so gerne als Primi inter Pares verhalten, haben immer noch keine Freunde gefunden. Erste Diskurse in den Blogs fanden bereits hier und hier statt. Und auch der angebliche Trendsetter KT taugt wenig, wenn er mit AC/DC Shirt im Wahlkampf auftaucht, um zu beweisen, dass er so strebsam gar nicht ist. Handelt es sich hier also wieder nur um eine modische Minderheit, die abermals einen kleinen Aufstand versucht? Schließlich gab es sie schon immer, die Preppies – nicht erst seit den Achtzigern, in denen die Männer mit Tennissocken in Loafers die Frauenwelt unsicher machten, das Weib mit pastellfarbenem Twinset ewig lockte und Calvin Klein und Ralph Lauren ihre Modeimperia aufbauten. Werfen wir nur mal einen Blick zurück:

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Kein anderer als eine Romanfigur verkörperte die Upper Class der 20er Jahre besser als Jay Gatsby. Die Ungerechtigkeit des “American Dream” erntet heftige Kritik.

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Die Jeunesse Dorée der 50er Jahre lässt sich an der Amalfi-Küste die Sonne ins Gesicht scheinen. Hier in der Filmversion von “Der talentierte Mr. Ripley”.

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Im Swinging London der Sixties schlendert die Jugend in massgeschneiderten Tweed-Anzügen durch die hippe Carnaby Street.

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In den USA zeigt die Präsidentenlegende JFK, was in Sachen Stil angesagt ist: Polohemd und Chino-Hose – artgerecht beim Segeltörn.

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Als ob es in den Siebzigern nur Hippies und Punks gegeben hätte – von wegen. Die Preppies trugen das Polohemd zeitgemäß zur Schlaghose.

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To be or not to be in den Eighties: Wer was auf sich hielt, trug Ralph Laurens cleanen Tennischic, der da sagte: “I’m not just selling clothes. I’m offering a world, a philosophy of life.”

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1995 feierte in “Clueless” der Schulmädchen-Look, der heute noch in asiatischen Ländern als Sexiness pur gilt, größte Erfolge.

Held der schlaflosen Nächte aller Möchtegern-Prinzessinnen: Prince William von England, der auch gerne eine Runde Polo spielt.

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“Lucky Number Slevin” trägt im selbigen Film am liebsten Pullunder über ordentlich gebügeltem Hemd. Klar sieht das gut aus – wie alles an Josh Hartnett.

Upper East Side Style von heute: Die Gossip Girl Crew mag es exklusiv. Die Mädels machen den Look nach Vorlage in der GLAMOUR nach.


Zwei Marken, die in der Preppywelt und auch außerhalb den Ton angeben: Pringle of Scotland und Lacoste mit aktuellen Entwürfen.
[...] End Canvas, bekannt für US-Preppy Style (Karohemden, Cardigans, Polohemden und Chinos; alles ab Oktober hierzulande zu erstehen sein [...]