
Im Zusammenhang mit dem Thema Design stellt sich immer wieder die Frage nach dem „Weniger und Mehr“ bei der Gestaltung von Gebrauchs-gegenständen. Dabei geht es um mehr als um Minimalismus, Ästhetisierung oder eindimensionale Funktionalität. Dieter Rams hat Gestaltung immer umfassend gedacht und praktiziert. Seine 10 Thesen zu einem guten Design aus dem Jahr 1985 fordern sowohl Nützlichkeit, Verständlichkeit, Ehrlichkeit und Unaufdringlichkeit als auch eine hohe innovative und ästhetische Qualität, eine konsequente Detailgestaltung und nicht zuletzt Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit. Und schließlich soll gutes Design so wenig Design wie möglich sein.

In einem schier unübersehbaren Überfluss an Produkten in den reichen Ländern dieser Welt stellt sich dabei auch die Frage neu und durchaus grundsätzlich, welche Produkte wir zukünftig benötigen und wie sie dabei beschaffen sein sollten. Neben einem quantitativen Konsum könnte in der Zukunft zunehmend ein qualitativer Konsum mit Produkten eine Rolle spielen, die länger halten und einen intensiveren Zugang, letztlich auch mehr Vergnügen ermöglichen. Die amerikanische Firma Apple oder die japanische Kaufhauskette Muji scheinen das gerade vorzumachen.

Dazu wird in Frankfurt ein begleitendes Vortragsprogramm in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Architekturmuseum stattfinden, bei dem sowohl Praktiker als auch Theoretiker zu Wort kommen werden: Designer, Auftraggeber, Designjournalisten und -kritiker, Architekten, Kulturwissenschaftler und Ökonomen werden sowohl über die heutige Bedeutung einer funktionsorientierten und langlebigen Gestaltung als auch über unsere zukünftigen Produktwelten vortragen und diskutieren.
(Credits: Museum für angewandte Kunst, Frankfurt)
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DAS DESIGN ETHOS VON DIETER RAMS
MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST FRANKFURT
22. MAI BIS 5. SEPTEMBER 2010
oh mann, wie schade, das das in frankfurt ist! seit ich mal ein referat über den designpreis “gute form” geschrieben habe, warte ich nur drauf, mal eine ausstellung von herrn rams zu besuchen..
Als Designerin bei adidas wurden auch des öfteren Apple und deren Minimalismus-Vorstellung als Trendquelle herangezogen und der Trend passt auch hervorrangend va im Produktdesign. Bei genauerem Betrachten ist jedoch vieles von früheren Designobjekten übernommen und nur avantgardistisch umgesetzt indem an Details und an Farbe reduziert wird.