Ich schätze die Installationen der Schweizer Videokünstlerin Elisabeth Charlotte Rist, obwohl ich sonst mit einem Gros der Videokunst, die ich unter anderem zu Düssel-dorfer Zeiten in der Kollektion der Namesvetterin aus der Heimat gesehen habe, recht wenig anfangen kann. Leider. Ich lasse mich jedoch gerne eines Besseren belehren. Noch bin ich dafür wohl nicht sensibel genug. Aber an Frau Rist mag ich das Bunte und Heitere, das mir neue Klang-Bild-Welten aufzeigt, ohne mit einer Hackbeil-Attitüde meine Synapsen zu penetrieren.
Die Pinakothek der Moderne in München zeigt nun die 1999 entstandene Installation “Extremitäten (weich, weich)”. Dahinter stecken – wie sollte es anders sein – Körperteile wie Fuß, Hand, Ohr oder die äußeren Geschlechtsmerkmale, die in einem abgedunkelten, kosmische Weiten vortäuschenden Raum geworfen werden. Natürlich nicht ohne sprachliche Untermalung.
Pinakothek der Moderne
Pipilotti Rist: Extremitäten (weich, weich)
26. März bis 27. Juni 2010