Alexander Mc Queen: grandios furios

9. Oktober 2009

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Credits: Style.com

Kein leichtes Unterfangen, die nächsten Zeilen. Alexander McQueen macht mit seiner Frühlingskollektion gleichzeitig sprachlos, als dass man mit Wortsalven loslegen könnte. Bringen wir das Ganze erstmal auf den Oberbegriff eines “spektakulum faszinosum”. Denn zu sehen gab es eine Vorführung, die an visuellen Schockmomenten prall gefüllt war. Und gerade die braucht es, wenn Mode einen künstlerischen Anspruch verlangt, anstatt in Krisenzeiten nur farblose Zier zu sein. Das, was Alexander hier in Masse und nicht für Masse fabriziert hat, wird lange Zeit an Kreativität seines Gleichen suchen. Dabei braucht es nicht immer schöne Momente, sondern einen kreativen Gesamtmoment.

Gehen wir es im Detail an: Die Schuhe produzieren viele Fragezeichen. Klobig sind sie, keine Frage. Niemand wird sie je so tragen. Genauso wenig, wie Vivienne Westwoods Naomi-zu Fall-Bringer irgendwann getragen wurden, sondern heute in Westwood Retrospektiven bewundert werden. Die Arm- bzw. Handreifen sind dagegen unglaublich filigran gehalten. Und auch das Frisurenwerk spricht von langwierigen Überlegungen und höchster Performanz. Die Oberbekleidung ist ein modisches Trio Infernale aus mosaikartigen Flora- und Fauna Prints, aus glatten Lackleder-Elementen in blankem Schwarz und – wieder anders – aus einem funkelnden Silberkaleidoskop. Allen gemeinsam: kurze Kleider mit ausgestellter Hüftpartie, schmale Hosen und betonte Oberarmpartien.

Mit diesem galaktischen Ereignis aus Atlantis-Anleihen wird McQueen mit Sicherheit (wieder) in die Annalen der Modewochen Highlights eingehen. Die Inszenierung dessen inklusive Auftakt zeigt das Video nach Weiterlesen.

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