NY Fashion Week: Calvin Klein

NYFW: Calvin KleinInterview.de; 09/2012: Die alte Madonna, allerlei neue Maschen und noch mehr Mesh – so lässt sich die gestern gezeigte Frühjahrskollektion 2013 von Calvin Klein Collection auf den Punkt bringen. Francisco Costa kreierte dabei skulpturale Schnitte in Schwarz-Weiß mit Fokus auf Dekolleté und Taille: Schon der erste Look führte bei den Besuchern der Calvin Klein Collection Show am letzten Tag der New Yorker Fashion Week zu einem goutierenden Nicken. Es handelte sich dabei um ein mattschwarzes Satin-Kleid, das im silbergerahmten Dekolleté ein Bustier zeigte, das an Madonnas Corsage von Jean Paul Gaultier anno 1990 erinnerte – wenngleich in abgeflachter Variante, wie man sie auch vor der Bühne tragen kann. Bei den nächsten Kleidern wurde Costa, der seit über zehn Jahren für Calvin Klein tätig ist, ein wenig freizügiger. Und expertimentierfreudiger.

So wechselte sich Mesh mit grobmaschigen, schwarzen Kleidern ab, die über weißer Seide ein fast statisches Netz bildeten. Noch steifer ging es bei den weißen Kleidern und Anzügen aus Organza und Crepe zu. Wie eine in Seidenpapier gehüllte Armada muteten die skulpturalen Schnitte am Körper der dünnen Models an. Offene Säume und abgesetzte Nähte sorgten inbesondere in der Rückenansicht für einige Schulterblicke. Als Inspirationsquellen nannte der Designer die Präzision des Automobildesigns und die Kunst von Carsten Nikolai. Tatsächlich: Die Freude an der Konstruktion ist bei Costas kommender Kollektion nicht zu leugnen. Nicht zuletzt bei den schwarzen Plateau-Pumps mit dem goldenen Absatz, der mit Schnörkeln versehen ist wie ein antiker Bilderrahmen. Auf die hat übrigens auch Diane Kruger ein Auge geworfen. Sie hatte zuletzt Platz genommen, als Anna Wintour und Anna Dello Russo bereits eine halbe Stunde geduldig warteten.

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Foto: Sonny Vandevelde