

Weissensee: Ruhe vor dem Sturm
29. Juli 2010Candy Colors: History repeating
29. Juli 2010
Damals mit 18 in der ersten Bude mit Elli über der miefigen Gaststätte, in der die Kleinstadt-Rechten täglich bei Braten und Bier verkehrten und über dem debilen Rentnerpaar, das so alt noch gar nicht war, war jedes Zimmer in einem anderen Pastellton gestrichen. Die Küche rosa-lila, der Flur hellblau, mein Zimmer apricot, das von Elli gelb. Im Laufe der nächsten vier Wohnungen nahm das Engagement zu streichen und die Präferenz für Farbe ab. Auch im Kleiderschrank wich die romantische Regenbogenordnung allmählich den gedeckten Farben, allen voran dem Schwarz-Weiß-Realismus. Nun stehen diesen Sommer Pastelltöne auf der Mode-Agenda von Chanel und American Apparel wieder ganz oben. Ich gehe im Gleichschritt und reise mit der Wahl der heutigen Süßigkeit noch einmal in die Vergangenheit, wenn auch nur für die nächsten zwei Stunden, bis ein blankes Gummibändchen von höllischen Zahnschmerzen zeugt.
Less and More: Rams retrospektiv
28. Juli 2010
Im Zusammenhang mit dem Thema Design stellt sich immer wieder die Frage nach dem „Weniger und Mehr“ bei der Gestaltung von Gebrauchs-gegenständen. Dabei geht es um mehr als um Minimalismus, Ästhetisierung oder eindimensionale Funktionalität. Dieter Rams hat Gestaltung immer umfassend gedacht und praktiziert. Seine 10 Thesen zu einem guten Design aus dem Jahr 1985 fordern sowohl Nützlichkeit, Verständlichkeit, Ehrlichkeit und Unaufdringlichkeit als auch eine hohe innovative und ästhetische Qualität, eine konsequente Detailgestaltung und nicht zuletzt Langlebigkeit und Umweltverträglichkeit. Und schließlich soll gutes Design so wenig Design wie möglich sein.
Easy – Faith no more
28. Juli 2010Alice Springs: Australierin im Alleingang
27. Juli 2010
Das Bild von der schönen, blonden Frau mit den langen Beinen, die so anmutig über ihr hochgerutschtes Strickkleid hinwegsieht, stammt – so erzählt es das Plakat, das seit Wochen Berlin ziert – von Alice Springs. Es ist eines der frühen Werke von einer Frau, die den zenralaustralischen Ort als ihr Pseudonym wählte, weil ihr tatsächlicher Name in der Fotografenlandschaft bereits prominent besetzt war. Von ihrem Mann Helmut Newton. Wäre jener 1970 nicht von Influenzaviren heimgesucht worden, dann wäre Alice Springs wohl auch immer Mrs. Newton, die ehemalige Schauspielerin und Muse, geblieben. weiterlesen
