Archive for September, 2009

Paradigmenwechsel: eine Beobachtung

28. September 2009

Mit den Ergebnissen des gestrigen Wahlsonntags hat sich etwas geändert im Staate Deutschland. Nicht wenige in der Kreativwirtschaft Schaffende um die 30, die sozialer sind als Oskar, machten gestern ihr Kreuz bei den Liberalen. Waren manche von ihnen früher noch auf der linken Seite des politischen Spektrums situiert, sind sie heute enttäuscht von der mangelnden Achtung des persönlichen Engagements für den Wohlfahrtstaat. Bleibt ihnen schließlich nach dem Steuerbescheid nur noch die halbe Miete und in 50 Jahren die Mindestrente. Bankendarlehen für erste Unternehmungen gibt es freilich auch nicht mehr, alles schon verpulvert – für die Boni und die Reihenhäuser. Und Hartz IV kommt ihnen schon gar nicht in die (Lohn-)tüte. Stolz sind die jungen Deutschen. Wütend. Und jetzt eben gelb. Während die konservativen Eltern von damals heute Grün, Rot oder Dunkelrot wählen, weil sie es sich leisten können. Willkommen beim Wertewandel 2009. Change everywhere. Radikal liberal statt 68er Linke. Zumindest sind sich Bundestag und Bundesrat nun endlich wieder einmal einig. Das ist doch auch schon was.

Anmerkung der Autorin: Dieser Kommentar ist ein Zeitzeugnis. Kein politisches Outing. Die Stimmen haben die anderen bekommen. Und das ist gut so.

Des einen Freud und der anderen Leid

28. September 2009

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Photo Credits: Spiegel.de

Stimmen-Roulette ‘09: Setzt du auf rot, schwarz oder grün, dann bekommst du…

26. September 2009

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Credits: Forsa-Umfrage auf Spiegel.de

Dieses Wochenende: Kurze Auszeit für die Bekleidungsindustrie.
Stattdessen Wahlüberlegungen für eine neue Bundestags-Saison:

Da offenbaren sich sogleich zwei Möglichkeiten. Entweder du wählst aus reiner Überzeugung, weil in deinen Augen keine andere Partei ein besseres Programm vorweist. Und falls du dieses nicht vorher inspiziert hat, weil dir die Ideologie schon immer zusagt. Oder aber du wählst intentional, setzt deine “rational choice” ganz dafür ein, dass die Bundesrepublik die nächsten Jahre von deinem Dreamteam dominiert wird. Denn die Zeiten von Adenauers absoluter Mehrheit für die CDU/CSU sind längst Vergangenheit. Und der heute regierende Koalitionszwang bringt manches Mal gar abwegige Koalitionen ins Gespräch, die sodann alle involvierten Parteien dazu bringen, lauthals “Nee, neben dem will ich nicht sitzen” zu proklamieren. Und die sich dann, insofern sie es ernst meinen, auf die hintersten Bänke verkrümmeln.

Fangen wir an mit dem emotionalen Wähler, und lassen die Linke mal beseite, weil mit der ja keiner koalieren will. Noch nicht. Ob die Opportunität nicht doch siegt, jetzt wo, Rot-Rot-Grün eine marginale Mehrheit vor Schwarz-Gelb besitzt, sehen wir morgen. Ich glaube es nicht. Also.
Gehen wir davon aus, du wählst die CDU, dann könnte diese sich theoretisch mit der FDP neuformieren oder mit der SPD weitermachen. Schwarz-Grün erscheint auf Bundesebene (leider) unwahrscheinlich.
Bist du ein Sozi, dann schickst du die SPD in eine mögliche Koalition unter Frau Merkel oder hoffst auf Rot-Gelb-Grün. Da wiederum macht Westerwelle nicht mit, heißt es.
Wählst du die Grünen, dann bist du ebenfalls mit Rot-Gelb-Grün, der Ampel, d’accord.
Und als Liberaler träumst du wahrscheinlich von Schwarz-Gelb. Du kannst aber auch mit Rot-Gelb-Grün leben.

So viel dazu, was mit deiner Zweitstimme geschehen kann.
Nun zu dem, was du mit dem Kreuzchen so alles machen kannst.  weiterlesen

Moschino Cheap & Chic: Corporate Dress

25. September 2009

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Mamma mia, geht mir bei Rosella Jardini’s Maxikleidern für Moschino das Herz auf: Alle Lieblingsfarben großflächig vereint und dazu noch Gänseblümsche und Bäume für den Almlover in mir. Ab sofort kann ich nicht mehr ausschließen, mich nächstes Jahr völlig ins finanzielle Abseits zu befördern (als ob dieses nicht schon schlimm genug war). Arrivederci.

Anna und ich in den Neunzigern

25. September 2009

Zandile Blay, Modekommentierende für die Huffington Post, auf investigativer Mission: Anna Wintour unplugged. Ich sehe da: eine schweinchenrosa Leggins, goldene Brust-warzen, ein durchsichtiges Oberteil und eine Jeans. Schön ist das freilich nicht, aber so sehen sie eben aus, die modischen Wirrungen in den Neunzigern. Ich solidarisiere mich und zeige meine fabulösen Outfits mit 12, 14 und 15 Jahren nach dem Weiterlesen.

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