Archive for Juni, 2009

Hussein Chalayan Sommerkollektion

29. Juni 2009

chalayanimg

Passend zum Sommereinbruch: Wunderschön strahlendes Kampagnenfoto von Hussein Chalayan mit Luca Gadjus, fotografiert von ihrem Ehegatten Max von Gumppenberg.

# Now as it’s summer: Brilliant campaign ad from Hussein Chalayan, shot by Max von Gumppenberg, the husband of beautiful Luca Gadjus.

Einreise unerwünscht

28. Juni 2009

Crossing over von Wayne Kramer

Die Geschichte der Vereinigten Staaten ist eine Geschichte ihrer Einwanderer. Vor über 300 Jahren setzten Briten, Niederländer und Deutsche erwartungsvoll in hölzernen Schiffen wie das mit dem klangvollen Namen “Mayflower” auf den neuen Kontinent über. Heute dringen Mexikaner durch Lücken im Stacheldrahtzaun in die Sonara-Wüste vor. Immigrationswillige von weiterher, sagen wir mal aus dem zentralasiatischen Raum, reisen mit viel Glück ein (inzwischen bestimmt eine vorherige Anmeldung die Bewilligung dessen) und verlängern dann ihr Visum auf illegalem Wege: sie führen ein Schattendasein, stets begleitet von der Angst abgeschoben zu werden.

Bei dem Roulette um Existenzen in den USA gibt es viele Mitspieler mit Gewinnabsicht: zuerst einmal die Immigranten selbst, zweitens die Administration bestehend aus den Sachbearbeiten, die Green Cards erstellen und Visa verlängern, und zuletzt, als exekutive Unterstützung, die Grenzpolizei. Allesamt Individuen, die – wie soll es anders sein – rein subjektive Interessen verfolgen, in einem System, das wenig Empathie zulässt. Kollaborationen zwischen den Akteuren gibt es zwar das ein oder andere Mal, doch auch sie versprechen wenig Garantie auf Bleiberecht.

Von den rigiden Strukturen, die so viel Erzählenswertes für Dokumentationen hergeben, erzählt Wayne Kramers “Crossing Over” – ein Flechtwerk aus dem aufopfernden Immigrationspolizisten (Harrison Ford) und seinem exiliranischen Kollegen, dessen in den Augen des Vaters und des Bruders zu freizügiger Schwester. Einer Anwältin für Immigrationsfragen (Ashley Judd) und ihrem Mann, einer Führungsposition in der Einwanderungsbehörde, der eine Affäre mit einer australischen Schauspielaspirantin erzwingt (es lockt die Green Card). Die ist aber eigentlich mit einem Musiker zusammen, der sich seiner jüdischen Wurzeln bedient, um zu bleiben. Es geht aber auch um eine koreanische Familie, deren Sohn knapp die Einbürgerung vermasselt und einer muslimischen Schülerin, die wegen ihres Schulreferats über 9/11 mitsamt ihrer Mutter abgeschoben wird (das FBI fürchtet eine Selbstmordattentäterin).

Mit seinem verschachtelten Episodenfilm (ähnlich der Rassismusdebatte in L.A. Crash oder dem Drogenschmuggel in Traffic) deckt Kramer jedmögliche Position ab. Diese Dopplung und Durchdringung der Materie bietet jede Menge, manchmal sicherlich exaltierten Kontext. Das macht den Film so aber auch zu einem beeindruckenden Kaleidoskop an der Einwanderungsproblematik, die so schillernd gar nicht ist.

Brust raus, Bauch rein.

27. Juni 2009

bild-19 Wir verabschiedeten unsere Freundin Sabine gen München.
# said good-bye to our friend Sabine who is going to move to Munich.

Rice zur Notwendigkeit der Folter

27. Juni 2009

Nachtrag zur Infoveranstaltung von Pardiss Kebriaei über die Menschenrechte in Guantánamo Bay. Bitte beachten: Dieses Video ist gerade mal zwei Monate alt.

# Addition to Pardiss Kebriaei’s talk about Guantánamo Bay.

Online-Wahlkampf made in Germany, pt. 2

26. Juni 2009

“Sie werden sich wünschen, wir wären politikverdrossen”
Von Zacharias Zacharakis auf Spiegel.de. Ein Auszug:
“All das birgt keine Überraschungen. Die Hoffnung der deutschen Parteien auf eine massenhafte Mobilmachung von Wählern im Netz ist ohnehin bereits der Erkenntnis gewichen, dass man dafür auch entsprechend charismatische Figuren bräuchte. Doch ein Barack Obama ist in Deutschland bisher nicht in Sicht.
Als wäre dies nicht genug, drohen nun Netzaktivisten, die Online-Kampagnen der beiden Regierungsparteien zu bekämpfen. Sie sind wütend auf die Union und vor allem auf die SPD, weil diese den Beschluss über Internetsperren gegen Kinderpornografie durchgeboxt haben – gegen alle Widerstände aus der Community und trotz einer Netz-Petition mit weit über 130.000 Unterstützern. (…)
Doch die Stimmen im Netz klingen alles andere als versöhnlich: “Sie werden sich wünschen, dass wir politikverdrossen sind!” Dieser Satz geistert als Schlachtruf durch zahlreiche Foren. Der in der Szene bekannte Politikblogger Michael Seemann alias MSpro, schreibt: “Wir werden die SPD in einen Sturm aus Scheiße schicken. Sie hat sich nämlich selber zum Feind des Internets gekürt.”"